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Remscheid
Rock und Jazz im Gemeindezentrum

Remscheid: Rock und Jazz im Gemeindezentrum
Beim Mitsingabend im Gemeindezentrum Esche präsentierten die Musiker um Christoph Spengler (links) ein reichhaltiges Song-Repertoire. FOTO: Schütz
Remscheid. Christoph Spengler und sein Ensemble zeigten beim Mitsingabend, wie mitreißend Kirchenmusik sein kann. Von Anna Mazzalupi

Kirchenmusik muss nicht immer alt oder melancholisch sein. Ganz im Gegenteil: Jazz- oder Reggae-Elemente können und dürfen Teil von geistlicher Musik sein. Das stellte jetzt Musiker Christoph Spengler mit seinem Ensemble beim Gemeindesingabend der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde im Gemeindezentrum Esche unter Beweis.

"Aus Fremden können Freunde werden" lautet der Titel des Musikabends, den Spengler gemeinsam mit Margret Wand, von der die Texte stammen, kreierte. Entstanden sind 16 Lieder, die entweder durch die eingängigen Melodien sowie Textzeilen zum Mitsingen animieren oder durch den beruhigenden Sound zum Zuhören und auch Nachdenken anregen. Die Auswahl besticht durch die Vielfältigkeit von Klang und Thematik und begeistert durch die moderne Form, die sowohl Instrumenten als auch Stimmen genügend Raum zur Entfaltung gibt.

Spengler, zuständig für Klavierstimme und Gesang, die Sängerinnen Anja Spengler und Mirjam Geiler, sowie Schlagzeuger und Sänger Fabian Gsell waren gespannt, wie die neuen Lieder bei dem Publikum ankommen. Die rund 50 Gäste waren sichtlich begeistert und beeindruckt von der Kraft und dem Klang der Songs. Das Repertoire reichte von Jazz-Walz über Ballade oder Swing zum Rock'n'Roll. Die spontanen Reaktionen der Zuhörer: Mitsingen, Mitwippen und Zustimmungen wie "Super" oder "Ist das schön". Die Band machte den Mitsingenden vor, wie der Song klingt und wie er zu singen ist. Danach stimmten die Gäste ein. Zum ersten Lied "Aus Fremden können Freunde werden" erklang gleich ein großer Chor. Die Ballade "Lass mich handeln wie du" dagegen lud viele eher zum Zuhören ein.

Die Texte von Margret Wand sind kurz, eingängig und schnell umsetzbar. Thematisiert werden unter anderem die Nächstenliebe oder das Vertrauen in Gott. Sie handeln aber etwa auch - wie in "Wie viel Erde braucht der Mensch?" - vom bewussten Umgang mit den Ressourcen der Welt. "Die Texte sind so schön und einfühlsam. Es ist ein Wort zu viel, das hat mir immer gut gefallen", lobte Spengler. Margret Wand merkte an, dass sie nie länger als 24 Stunden für das Schreiben eines Songtextes benötigt hatte.

Eine ganz besondere Bedeutung hatte die Rock-Nummer "Heute ist der erste Tag", die davon handelt, jeden neuen Tag möglichst intensiv zu leben. Nachdem zwei geliebte Menschen kurz hintereinander gestorben sind, seien die Zeilen noch wichtiger als vorher, erklärte Spengler. Die deftigere Note des Songs fand viel Anklang bei den Besuchern, die dann auch lautstark mitsangen.

Quelle: RP
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