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Remscheid
RöGy feiert Hallenneubau und Jubiläum

Remscheid. Beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen legen Schüler eine Zeitkapsel in den Grundstein der Dreifach-Sporthalle. Von Stefanie Bona

"Viele Grüße aus dem Jahr 2016" senden die jüngsten RöGy-Schüler in die Zukunft. Stellvertretend für ihre Klassenkameraden legten Jette und Jan Aron aus der 5b gestern Mittag ihre Wünsche für den Sportunterricht der kommenden Jahrzehnte in die Zeitkapsel, die dem Grundstein für die neue Dreifachsporthalle auf dem Schulgelände beigefügt wurde.

Mit einem in lockerer Atmosphäre gestalteten, gleichwohl würdigen und ereignisreichen Festakt feierte das Röntgen-Gymnasium das 100-jährige Bestehen seines Gebäudes und den Baubeginn für die neue Halle, die - wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hervorhob - allgemein die Situation der Sportstätten in Lennep verbessern werde.

4,5 Millionen Euro nimmt die Stadt Remscheid dafür in die Hand. Hier spannte Schulleiter Matthias Lippert bei der anschließenden Feier in der Schulaula den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Als der ehrwürdige Schulbau zwischen 1914 und 1916 errichtet worden sei, "nahmen die Lenneper unglaublich viel Geld in die Hand - und das in Kriegszeiten." So führe die Kommune heute die Tradition der Lenneper Bürger fort und investiere erneut umfassend in Bildung.

Dass ein modernes Gymnasium nichts mehr der Lehranstalt von damals zu tun hat, stellte Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann heraus. "Schulische Gemeinschaft ist Ihr Leitbild und das setzen Sie um." Gerade durch die zahlreichen Bildungspartnerschaften sei das RöGy in und außerhalb der Stadt gut vernetzt und wecke durch viele außerschulische Lernorte und Begegnungen bestmöglich das Potenzial der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler.

Dazu gehört ganz aktuell eine Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, die gestern unterzeichnet wurde. Die Vorsitzende des Trägervereins, Antonia Dicken-Begrich, verbindet mit der Schaffung der verbindlich festgelegten Zusammenarbeit die Hoffnung, dass man junge Menschen nachhaltig für das Erinnern an den Holocaust und generell an jüdisches Leben in der Region gewinnen kann.

Aus Sicht der Eltern gratulierte Schulpflegschaftsvorsitzende Dr. Elisabeth Seidel zum Jubiläum: "Wir wissen, dass unsere Kinder hier fundiert ausgebildet werden und im besten Sinne gut aufgehoben sind." Im Namen derer, bei der es bei Schule im Wesentlichen geht, fand Schülersprecherin Clara Lambotte herzliche und humorvolle Worte.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals eine so hohe Bindung zu einer Schule haben würde. Am RöGy wird das Miteinander groß geschrieben", sagte die Oberstufenschülerin. Der Blick nach vorne sei sehr viel ungewisser als der zurück, räumte Schulleiter Lippert ein. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung könne man nicht absehen, wie sich gesellschaftliche Teilhabe und die Anforderungen der Arbeitswelt verändern werden. Gerade deshalb seien Bildungspartnerschaften so wichtig, weil sie neue Wege und Horizonte für die heutige und künftige Schülergenerationen eröffneten.

Quelle: RP
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