| 00.00 Uhr

Remscheid
Rollator-Training bei den Stadtwerken

Remscheid. Zur zweiten Auflage in der Wagenhalle kamen doppelt so viel Besucher wie im vergangenen Jahr. Von Anna Mazzalupi

Ein unebener Boden oder Rillen im Weg können schnell zum Problem werden, wenn man auf den Rollator angewiesen ist. Um besser auf mögliche Hindernisse im Alltag vorbereitet zu sein, veranstalteten die Stadtwerke Remscheid gestern zusammen mit acht weiteren Kooperationspartnern in ihrer Wagenhalle zum zweiten Mal den "Rollatorentag". Nachdem es die Remscheider im vergangen Jahr vormachten, beteiligten sich nun in ganz NRW rund 23 Kommunen an dem Tag.

"Der Bedarf ist da", sagte Nicole Druschke vom Marketing der Verkehrsbetriebe. Die Anzahl der Gäste habe sich im Vergleich zum Vorjahr noch verdoppelt, einige von ihnen kämen auch noch ohne Rollator zurecht.

Regelmäßig bieten die Stadtwerke das Training für das richtige Ein- und Aussteigen im Bus an, das gestern den Abschluss des Parcours bildete, der Situationen und Stolperfallen von Innen- und Außenbereichen simulierte.

Bevor sich die Besucher beim Rollator-Parcours ausprobieren duften, wurde erst der eigene Wagen richtig eingestellt. "Viele Senioren gehen nach vorne gebeugt", erklärt Elke Rühl, Vorsitzende des Seniorenbeirates. Außerdem präsentierte sich der Sportbund mit seinen speziellen Angeboten für Menschen im Alter ab 60 Jahren. Die Seniorensicherheitsberater berieten zu Taschendiebstahl, die Wohn- und Pflegeberatung der Stadt war ebenfalls dabei genauso wie die Bären Apotheke, die Venenmessungen anbot.

Die Polizei klärte über Verkehrs- und Kriminalprävention auf, Pflegedienst und Sanitätshaus rundeten das Angebot ab.

Besucherin Gisela Riemer (79) nutzt seit eineinhalb Jahren den Rollator und absolvierte den Parcours ohne große Schwierigkeiten. "Ich bin noch etwas unsicher beim Aussteigen aus dem Bus, wenn ich alleine bin. Deshalb wollte ich das hier noch einmal üben", sagte sie. , Sie erfuhr gestern, dass sie auch den Busfahrer um Hilfe bitten kann.

Bei Udo Manthei (72) und Ingeborg Preuß (83) hat die Beratung der Polizei am meisten Eindruck hinterlassen. Die beiden kamen mit der Gruppe der AWO West zum Rollatorentag. "Man meint immer, man braucht das nicht und dann kommt das Hindernis" erzählt Manthei. Preuß hat den Rollator bereits zu Hause stehen, nutzt ihn aber noch nicht. "Ich achte aber schon darauf, wie andere das beim Ein- und Aussteigen im Bus machen", sagt sie.

Der Rollatorentag soll zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden, erklärt Druschke, die hofft, dass man das Angebot zur einer Art Senioren-Messe ausbauen kann.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Rollator-Training bei den Stadtwerken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.