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Remscheid
Rotary unterstützt acht Hauptschüler

Remscheid. "Startbahn Zukunft" heißt das neue, auf knapp zwei Jahre angelegte Projekt vom Rotary Club Remscheid, mit dem die Mitglieder acht Hauptschülern der neunten Jahrgangsstufe eine individuelle Betreuung bieten möchten. Monatlich werden die Schüler in ihrer Freizeit in Unternehmen von Club-Mitgliedern betreut und sollen einen Einblick in den beruflichen Alltag erhalten. Das große Ziel ist es, sie vielleicht danach in eine Ausbildung zu vermitteln. "Wir möchten auch dahin gehen, wo es schon einmal wehtut", sagt der Präsident der Remscheider Rotarier, Horst Sieg. Dass Hauptschüler es schwer haben, weiß die Berufskoordinatorin der Hauptschule Wilhelmstraße, Tatjana Predota. Sie ist zusammen mit Jörg Bergemann und Oliver Knedlich für das Projekt verantwortlich. "Manche Hauptschüler denken, dass sie wegen ihrer Schulbildung keine Chance haben", sagt sie. Von Hagen Thiele

Dass die Berufswelt anders aussieht, weiß Knedlich, der seit Jahren in einer Förderschule Seminare für richtiges Bewerben anbietet. Auch bei "Startbahn Zukunft" wird er den acht Schülern zeigen, wie man sich im Bewerbungsgespräch und später im Beruf verhält. "Manchmal ist ein wacher Geist wichtiger als die entsprechende Schulbildung", meint er. Die Meinung teilt auch Sieg, der für seine Tierarztpraxis auf Probearbeiten setzt. "Da merkt man schnell, ob jemand für die Arbeit geeignet ist oder nicht", meint er.

Predota weiß aus Erfahrung, dass Förderprojekte der Schlüssel zum Erfolg sind. "Je mehr wir die Schüler fördern und fordern, umso besser sind später ihre Chancen", meint die Expertin, die sich deswegen sehr freut, dass der Rotary Club Remscheid das Projekt initiiert hat. Neben den mittelständischen Unternehmen sind unter anderem als Remscheider Großarbeitgeber auch die EWR und die Stiftung Tannenhof beteiligt.

"Es ist erst einmal nur ein Pilotprojekt, wir hoffen aber, dass wir es bei Erfolg im nächsten Jahr wiederholen", sagt Bergemann. Die Nachfrage war jedenfalls vorhanden. Dennoch hat sich der Rotary Club im Sinne einer engmaschigen Betreuung entschieden, nur acht Schüler in das Projekt aufzunehmen.

"Es sind alles Schüler, von denen wir glauben, dass sie die grundsätzliche Bereitschaft mitbringen", meint Predota. Diese Bereitschaft möchten die Initiatoren am Ende mit einem Zertifikat belohnen.

Quelle: RP
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