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Remscheid
Rucksack löst Tornister für i-Dötzchen ab

Remscheid: Rucksack löst Tornister für i-Dötzchen ab
Klarer Favorit unter den bevorzugten Motiven auf Schulutensilien sind dieses Jahr Figuren aus den Ice Age-Filmen, sagt Harro Schmidt. Der Fachhändler zeigt eine Auswahl Artikeln für den Schulstart. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Für viele Kinder ist bald der erste Schultag. Die BM fragte beim Fachhändler nach, welche Materialien i-Dötzchen brauchen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Die Sommerferien sind noch nicht vorbei, Schüler genießen ihre Freizeit und denken kaum an Schule - anders die Eltern von Schulanfängern. Was gehört eigentlich in den Tornister? Wo bekomme ich die Sachen? Und natürlich - was sollte in eine sinnvoll gepackte Schultüte, damit sich das i-Dötzchen zum einen freut, zum anderen aber nicht nur Süßigkeiten vorfindet. Eine Nachfrage der BM beim Fachhändler ergab: Nicht nur das Kaufen des Tornisters, sondern auch dessen Inhalt will durchdacht sein - und ist auch Vertrauenssache.

Die meisten Tornister sind schon bei den i-Dötzchen zu Hause, erzählt Harro Schmidt von Remscheids ältestem Schreibwarenladen Gottlieb Schmidt an der Alleestraße: "Die Hauptverkaufszeit für Tornister ist Anfang des Jahres, Ende Januar, Anfang Februar. Dann finden bundesweit die sogenannten Ranzenpartys statt." Die hat es auch in Remscheid gegeben, zum fünften Mal. "Da haben wir schon sehr viele Schultaschen verkauft, aber es gibt einen gewissen Trend zum späteren Einkauf", ergänzt Schmidt.

Ein weiterer Trend habe sich durchgesetzt. Schmidt: "Vor einiger Zeit kam die Firma ergobag mit Rucksäcken auf den Markt." Die Idee dahinter war, dass das, was beim Wandern gut funktioniere, doch auch mit Schultaschen klappen müsse. "Die haben den Ranzenmarkt umgekrempelt. Auch wir verkaufen heute etwa 80 Prozent Rucksäcke und nur noch 20 Prozent klassische Tornister." Die Rucksäcke haben einen Hüftgurt, der etwa ein Drittel des Gewichts von den Schultern nimmt. "Wenn er richtig eingestellt ist", betont Schmidt. "Das können wir im Fachhandel vornehmen. Außerdem ist der Gurt höhenverstellbar, wächst also über die ersten Schuljahre mit dem Kind mit." Zwischen 150 und 200 Euro müssen die Eltern für einen neuen Schulranzen der aktuellen Kollektion rechnen. "Dabei sind bei uns aber auch Sets enthalten, etwa eine Federmappe, ein Sportbeutel oder eine Lunchbox", sagt Schmidt.

Nun wollen Rucksack oder Tornister aber auch noch befüllt werden. "Dafür bekommen die angehenden Erstklässler etwa eine Woche vor den Sommerferien von den Lehrern eine Liste mit all den Materialien, die sie für den Start in die erste Klasse benötigen", weiß Schmidt. Der Inhalt sei von Lehrer zu Lehrer verschieden. Vieles darauf sei jedoch identisch: "Wir sind hier aber immer ganz froh, wenn mal etwas Exotisches draufsteht, weil es das dann eben eher im Fachhandel gibt", meint Schmidt schmunzelnd. Ein Beispiel ist das bekannte Friedrich-Wilhelm-Heft. "Das ist ein besonderes Schreibheft für Klassenarbeiten - es hat einen besonders breiten Korrekturrand und einen schwarzen Umschlag", erklärt der Schreibwarenhändler. Bei Malkästen oder bestimmten Farben für die Heftumschläge haben Lehrer unterschiedliche Vorstellungen.

Wichtig sei jedoch, dass die Bezeichnungen für die Heftnormen richtig angegeben würden, fährt Schmidt fort: "Heftkauf ist Vertrauenssache, keine Frage. Sowohl von der Qualität des Papiers als auch von der richtigen Bezeichnung der Lineatur-Normen." Je drei Schreib- und Rechenhefte seien Minimum für den Schulanfänger, höhere Klassen würden eher Collegeblöcke und Schnellhefter verwenden.

Außerdem gehört noch ein Hausaufgabenheft, ein Vokabelheft, Schreiblernbleistift, Spitzer, Wachs- und Buntstifte sowie Schere und Kleber in den perfekt ausgerüsteten Schulranzen: "Für eine gutklassige Grundausstattung müssen die Eltern mit etwa 50 bis 100 Euro an Kosten rechnen", sagt Schmidt.

Quelle: RP
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