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Remscheid
Rückkehr in die Jugendzeit

Remscheid: Rückkehr in die Jugendzeit
"Hey, Mrs. Robinson" - dieser berühmte Song fehlte nicht beim Konzert der Simon & Garfunkel Revival Band in der ausverkauften Klosterkirche. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die Simon & Garfunkel Revival Band hatte ein Heimspiel in der ausverkauften Klosterkirche. Von Stefanie Bona

Wenn die Simon & Garfunkel Revival Band nach Lennep kommt, ist das wie ein Heimspiel, wie ein Wiedersehen und -hören zwischen guten Freunden. Klar, dass da das Liebespaar aus "Scarborough Fair" mal eben auf den Lenneper Markt verfrachtet wurde, und die Band sich im ihnen gut bekannten Klostergemäuer nach eigenem Bekunden sehr wohl fühlte.

Erneut war die Lenneper Klosterkirche ausverkauft und sowohl Neulinge als auch Wiederholungstäter in den Reihen des Publikums wurden nicht enttäuscht. Weit mehr als zwei Stunden reine Spielzeit konnten die Zuhörer in den vielfach zu Evergreen avancierten Songs schwelgen und sich mit der fünfköpfigen Band in die eigene Jugendzeit beamen. Man fühlte sich "groovy" mit "The 59th Street Bridge Song", stimmte mit ein ins "Lie-la-lie" bei "The boxer" oder ließ sich mit dem Art Garfunkel/ Mike Batt-Titel "Bright eyes" in die Welt der Träume katapultieren. Natürlich fehlte die legendäre "Mrs. Robinson" - Titelsong des Kinostreifens "Die Reifeprüfung" - genauso wenig, wie mit "Bridge over troubled water" eine der schönsten Balladen überhaupt. Wer die Band in ihren Anfängen - damals noch in anderer Besetzung - erlebt hat, kann eine bemerkenswerte Entwicklung erleben. Die Songs eines der legendärsten Folk-Rock-Duos aller Zeiten sind sicher unverwechselbar, werden aber durch die Simon & Garfunkel Revival Band mit einer neuen Handschrift versehen.

Durch diesen eigenen Stil, der in den farben- und einfallsreichen Arrangements an zahlreichen Stellen im Konzert zum Ausdruck kommt, lebt die Musik weiter und hat den typischen Sound der 1960er in eine neue Zeit geführt.

Bandgründer und Lead-Sänger Michael Frank hat sich mit Guido Reuter, Mirko Sturm, Sebastian Fritzlar und Sven Lieser mit exzellenten und vielseitigen Musikern umgeben, die augenzwinkernd mal eine kurze Sequenz von Deep Purples "Smoke on the water" genauso wie Folklore, Rock oder auch mal ein paar Jazz-Elemente einfließen ließen. Starke Soli an Bass, Schlagzeug und Gitarre waren das Salz in der Suppe eines Abends voller schöner, unvergesslicher Musik, die man sich auch gut ohne die Bestuhlung im Saal hätte vorstellen können.

Quelle: RP
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