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Remscheid
Sana-Geschäftsführer Hoffmann geht

Remscheid. Nach nur fünf Monaten in Remscheid ist bereits Schluss. Sana: Rückzug erfolgt allein aus persönlichen Gründen. Von Henning Röser

Völlig überraschend vermeldet die Sana Kliniken AG nach weniger als einem halben Jahr einen erneuten Wechsel an der Spitze des Krankenhauses an der Burger Straße. Geschäftsführer Thomas Hoffmann verlasse das Haus "auf eigenen Wunsch" aus "persönlichen Gründen" zum Ende des Jahres heißt es in einer Pressemitteilung. Im Juli erst war Hoffmann auf Dr. Bernhard Schwilk gefolgt, der ein gutes Jahr zuvor vor allem geholt worden war, um die Organisation in der Notaufnahme zu verbessern. Kurz zuvor hatte der andere Geschäftsführer Gunnar Schneider das Haus verlassen und war nach Köln gewechselt.

"Wir sind alle überrascht, aber wir müssen diesen Schritt akzeptieren", sagte Christian Engler. Regionalgeschäftsführer von Sana Rheinland , gestern auf BM-Nachfrage. Die Gründe für den Rückzug von Hoffmann seien persönlicher Natur und hätten nichts mit Entwicklungen im Krankenhaus-Geschäft zu tun.

Engler übernimmt nun, wie in solche Fällen üblich, vorläufig die Geschäftsführung in Remscheid. "Ab heute läuft die Suche nach einem Nachfolger", sagte er der BM. Einen Zeitraum für diese Aufgabe wollte er nicht benennen. Man werde die Hilfe von Beratungsunternehmen in Anspruch nehmen.

Hoffmann war im Sommer mit großen Zielen für Remscheid und das zum Verbund gehörenden Krankenhaus in Radevormwald im Bergischen angetreten. Die Wartezeiten in der Notaufnahme sollten verkürzt, das Klima auch innerhalb der Belegschaft verbessert werden. Ziel sei es, in der Region "Versorger Nummer eins" zu werden.

Sozialdezernent Thomas Neuhaus sieht die aktuelle Entwicklung bei Sana mit Sorge. "Wir brauchen in Remscheid ein Krankenhaus, dessen Qualität die Menschen in der Stadt vertrauen", sagte er gestern auf BM-Anfrage. In der kommenden Woche will er mit Christian Engler zusammentreffen, um über die weiteren Schritte zu sprechen. Auch wenn die Stadt nur noch einen kleinen Anteil am einstmals städtischen Krankenhaus halte, sei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne der Stadt unbedingt vonnöten.

Engler sprach gestern von einem guten Verhältnis zur Stadtverwaltung. Die von Sana geführte Zufriedenheitsanalyse bei den Patienten weise gute Werte aus. Das Krankenhaus sei auf einem guten Weg.

Thomas Hoffmann ist in Wetzlar geboren. Er verfügt laut Klinikum über jahrelange Erfahrungen in der Leitung von Krankenhäusern. Er begleitete den Komplettneubau des Klinikums in Warburg vom Spatenstich bis zur Übernahme. Zuvor hatte der Familienvater als Verwaltungsleiter das Klinikum Uelzen geleitet.

Quelle: RP
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