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Remscheid
Sanft und rhythmisch - so klingt Lennep am Abend

Remscheid: Sanft und rhythmisch - so klingt Lennep am Abend
Songs aus Remscheid: Leander Reinshagen spielte und sang mit Begleitung im Tortenatelier. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Bei 16 Auftritten an sieben Spielorten bot das Festival "Viertelkang" eine enorme musikalische Bandbreite. Der Andrang war groß. Von Hagen Thiele

16 Bands spielten zum "Viertelklang" in Lennep auf. Jeweils eine halbe Stunde hatten die Künstler am Samstagabend Zeit, um an einem der sieben Spielorte die Musikfreunde für sich zu gewinnen.

Das Spektrum war enorm. Von klassischer Musik, über Singer- und Songwriter bis hin zu afrikanischen Klängen kannte die Stilvielfalt fast keine Grenzen. Außer den für Musik bekannten Kultureinrichtungen Lenneps wie etwa die Klosterkirche, die Welle und das Rotationstheater luden auch das Röntgenmuseum, "RomAnnettes Café Grah", die freie evangelische Kirche und das Tortenatelier zum musikalischen Stelldichein.

Der Andrang war groß. Vor dem Rotationstheater hatte sich eine lange Schlange gebildet, während der Chor "Makwaya" die ersten afrikanischen Lieder anstimmte. Die exotischen Klänge gefielen den Besuchern, und es stellte sich schnell eine dichte Atmosphäre ein, obwohl noch immer reges Kommen herrschte und die Gäste bis hinein ins Foyer der Kleinkunstbühne standen. Wem es doch zu voll war, der hatte genug Alternativen. Vom afrikanischen Kontinent hin zum amerikanischen war es beim Viertelklang nur ein Katzensprung.

Im Jugendzentrum die Welle ersetzte das Duo "Romi" spielerisch eine Big Band und verbreitete beinahe eine Stimmung, die einem Club im Chicago der 30er-Jahre gut gestanden hätte. Besonders Schlagzeuger und Sänger Mickey Neher wusste zu gefallen, meisterte er doch die Doppelbelastung aus Rhythmusarbeit und Gesang mit Bravour. So sahen es auch die Besucher, die laut applaudierten.

Ganz und gar Bergisch blieb es bei Leander Reinshagen. Der junge Singer- und Songwriter aus Remscheid sorgte im Tortenatelier für beste Stimmung. Reinshagens eigene Lieder wie "Scherbenhaufen" und "Superheld" kamen zusammen mit dem Cover "Wonderwall" am besten an.

Zwischen den Konzerten gab es zahlreiche Musikfreunde, die mit einem Programmheft gewappnet von einem Spielort zum anderen wechselten. Zu ihnen gehörte auch Werner Braune aus Radevorwald, den es vor allem wegen der Band "Tangoyim" in die Nachbarstadt gezogen hat. "Ich mag Klezmer und jiddische Lieder sehr gerne", sagte Braune. Zudem fand er sehr gelungen, dass er viele neue Gruppen entdecken konnte. "Es ist ja wirklich etwas für jeden Geschmack dabei", meinte der Musikliebhaber.

Etwas kritischer sah es die Remscheiderin Sabrina Voss. "Sicherlich, man entdeckt viele neue Gruppen, aber die Spieldauer pro Band ist einfach zu kurz", meinte sie und eilte mit ihren Freundinnen auch schon zum Konzert von "dream's divine" in die Klosterkirche.

Quelle: RP
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