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Remscheid
Saxo-Chef Müller geht - Whisky und Folk bleiben

Remscheid. Nach 15 Jahren zieht sich Mike Müller als Pächter aus dem Saxo zurück. "Ich habe in der Zeit alles erreicht, was man mit der Bar erreichen konnte", meint Müller. Besonders mit Stolz erfüllt hat den Whisky-Liebhaber die Auszeichnung "Germanys best Whiskybar 2008". Doch auch musikalisch hat der 38-Jährige, der vor dem Saxo eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten abgeschlossen hat, die Kneipe um eine erfolgreiche Facette bereichert. Bei den 8 o'clock Gigs treten regelmäßig Künstler in der Tradition irischer Musik auf. Von Hagen Thiele

"Sowohl der Whisky als auch die Musik bleibt dem Saxo erhalten, wenn die neuen Pächter übernehmen", sagt Müller, der Wert darauf gelegt hat, dass seine Nachfolger das Saxo in seinem Sinne weiterführen. Bis August 2019 ist Müller zudem vorerst sowieso noch Chef und verpachtet die Kneipe nur weiter. "Eigentlich bleibt alles gleich, nur ich stehe nicht mehr hinter dem Tresen", meint der 38-Jährige, der in seiner Zeit im Saxo viel erlebt und viele Freunde gefunden hat. Als Gast will er der Bar deswegen treu bleiben.

Dennoch freut er sich darauf, wieder einen normalen Tagesablauf zu haben. Das bedeutet für den Whisky-Liebhaber, dass er einem Halbtagsjob nachgehen und die freie Zeit in den Aufbau von "Best Dram" investieren wird. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Michel Reick gründete Müller das Whisky-Label, weil beide das Gefühl hatten, es wäre immer schwerer, einen guten Single Malt zu bekommen. "Das ist unsere Zukunft", sagt Müller mit Blick auf die positiven Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Sein Fachwissen in Sachen Whisky wird er seinen Nachfolgern als Berater zur Verfügungen stellen und weiterhin im Saxo Tastings anbieten.

Eine Kneipe zu betreiben und eine Firma aufzubauen lässt kaum noch Zeit fürs Privatleben. "Wenn ich mal Ruhe hatte, war ich glücklich und wollte dann auch nichts mehr machen", sagt Müller, der zu seinem Entschluss steht - auch wenn gerade in den sozialen Netzwerken die wehmütigen Posts zunehmen. Manche werden vor allem Müllers "verbale Ohrfeigen" vermissen. "Das war eben meine Art", sagt er mit einem Grinsen.

Wer seine Nachfolger sind, möchte Müller erst bekannt geben, wenn alle Verträge unterzeichnet sind. Dass sie es schwer haben werden, glaubt er nicht. "Auch als ich das Saxo damals übernommen habe, hatten manche ihre Zweifel, und das hat ja letztlich auch geklappt", sagt er.

Quelle: RP
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