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Remscheid
Schachspieler spielen ihren Stadtmeister aus

Remscheid. Am Wochenende begann die Meisterschaft. In sieben Runden wird noch bis zum 25. März der Sieger ermittelt. Von Cristina Segovia-Buendía

Die erste Runde der diesjährigen Stadtmeisterschaft im Schach wurde am Freitagabend ausgetragen. Im DRK-Haus, Spiellokal des Turnierausrichters, dem Schachverein "Schwarz-Weiß Remscheid", kamen 20 Herren zusammen, um gegen ihren ersten Kontrahenten anzutreten und sich den ersten Punkt des Turniers zu sichern. Sechs weitere Runden werden folgen, bis Ende März Remscheids Schach-Stadtmeister 2016 feststeht.

Ausdauer und Konzentration waren am Freitagabend gefragt. Denn: "So eine Runde kann schon mal mehrere Stunden dauern", sagte Frank Frese. Als Mannschaftsführer der ersten Mannschaft der Schachfreunde Lennep kennt er sich auf dem Spielbrett bestens aus und hatte sich im Vorfeld schon auf einen langen Abend gefasst gemacht. "Es könnte durchaus sein, dass wir noch bis Mitternacht hier sitzen."

Darauf war auch Alptug Tayyar gefasst: Das 17-jährige Mitglied des Schachvereins "Schwarz-Weiß Remscheid" wird nicht nur als vielversprechender Nachwuchsspieler gehandelt, sondern zählt zu den diesjährigen Favoriten. "Gut vorbereiten kann man sich auf ein Turnier nur, wenn man seinen Gegner kennt", ist Tayyar überzeugt.

Als Zehnjähriger lernte er das Strategie-Spiel kennen und lieben, vor vier Jahren trat er dem Verein bei. Als aktueller Zweitplatzierter der Schachjugend Niederrhein wird er in diesem Frühjahr noch an der NRW-Jugendmeisterschaft teilnehmen. Das akribische Studium des Kontrahenten sei nötig, um mögliche Spielzüge vorzuahnen und im Vorfeld darauf zu reagieren, erklärt er seine Taktik. Gut also, dass er bei der Stadtmeisterschaft gegen Vereinskollegen und alte Bekannte der "Schachfreunde Lennep" spielt. "In erster Linie macht mir Schach einfach sehr viel Spaß, aber natürlich möchte ich auch gewinnen."

Den Stadtmeistertitel würde Tayyar gerne vom Vorjahressieger und weiteren Titelfavoriten Ulrich Waagener übernehmen. Dazu muss er seine ausgelosten Gegner schlagen, darunter auch seinen Mentor und Turnierleiter Holger Freiknecht. "Die Erwachsenen haben natürlich mehr Erfahrung als ich." Aber das muss kein Nachteil sein. "Dadurch, dass sie schon lange dabei sind, kennt man ihre Spielzüge und welche Varianten sie bevorzugen." Welche Chancen er sich ausrechnet? "Schwer zu sagen. Ich muss einfach gut spielen und schauen, wie es läuft."

Weitere Termine: 22. Januar, 5.,12., und 26. Februar, 4. und 18. März.

Quelle: RP
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