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Remscheid
Schandfleck in Hasten soll verschwinden

Remscheid: Schandfleck in Hasten soll verschwinden
Als großes Ärgernis empfinden Hastener die ehemaligen Hallen eines Stahlhandels. Deren eingeworfene Fenster, die den Blick auf Stahlrohre freigegeben, trüben seit vielen Jahren das Gesamtbild des Platzes. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Auf der Fläche des seit Jahren leerstehenden Stahlhandels soll Einzelhandel und eine Parkpalette entstehen. Von Henning Röser

Die bereits seit vielen Jahren laufenden Bemühungen um eine Belebung und Verschönerung des Richard-Lindenberg-Platzes in Hasten scheinen ein großes Stück voranzukommen. Der Stadtverwaltung liegt ein Bauantrag vor, der vorsieht, die Einzelhandelsflächen im Bereich des leerstehenden Netto-Marktes deutlich zu erweitern.

Daneben soll ein dreigeschossiger Neubau mit Parkpalette entstehen. Damit sind die von den Hastenern seit Jahren als großes Ärgernis empfundenen Hallen eines Stahlhandels gemeint. Deren eingeworfene Fenster, die den Blick auf Stahlrohre freigegeben, trüben seit vielen Jahren das Gesamtbild des Platzes, für dessen Belebung sich vor allem die Interessengemeinschaft (IG) Hasten unermüdlich einsetzt. "Damit verschwindet endlich ein Schandfleck vom Hasten", freute sich gestern Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD). So sehen das wohl auch die anderen politischen Vertreter in der zuständigen Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Einstimmig votierten sie in der vergangenen Woche für die Pläne. Mähler hofft für die nahe Zukunft auf weitere Fortschritte bei der Belebung der "Filiale", wie der Hasten gerne genannt wird. Ganz oben auf dem Zettel steht dabei die bessere Ausweisung und Anbindung der gleich gegenüber des Lindenberg-Platzes startenden "Trasse des Werkzeugs" - einem Projekt der Regionale 2006. Mähler wünscht sich eine Beschilderung, die nicht nur kenntlich macht, dass hier dieser Rad- und Wanderweg entlang von Stationen der Remscheider Industriekultur startet, sondern die auch die Brücke schlägt zu dem nicht weit entfernt liegenden Deutschen Werkzeugmuseum. Dessen neuer Leiter Andreas Wallbrecht hat bereits einige Ideen für die Beschilderung im Kopf.

Die IG Hasten hat unter anderem das Denkmal, das an der Namensgeber Richard Lindenberg erinnert, zurück auf den Platz geholt. 2016 wurde eine Stele aufgestellt, die an den 1925 bei einem Flugzeugabsturz gestorbenen Industriellen erinnert. Geld floß zudem in einige Sitzgelegenheiten im Bereich der Bushaltestelle. Unter anderem beim jährlichen Weihnachtstreff an der Pauluskirche sammelt die IG für Projekte im Stadtteil.

Quelle: RP
 
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