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Serie Evonik Kinderuni
Schaut Zuckerteilchen beim Wandern zu

Remscheid. Zucker löst sich in Tee oder Kaffee auf, das ist klar. Aber wie macht er das eigentlich? Die Evonik Kinderuni erklärt es mit einem Experiment - nicht nur den kleinen Forschern in den 806 Kitas, die bei der Aktion mitmachen. Von Verena Bretz

Max und Paula trinken Tee. Weil Paula ihr Getränk gerne etwas süßer mag, lässt sie einen Zuckerwürfel in den Tee plumpsen. Schon nach kurzer Zeit hat sich der Würfel aufgelöst. "Du, Max", sagt Paula. "Wie bewegt sich der Zucker eigentlich, wenn man ihn im Tee auflöst?" Aber Max kann ihr diese Frage nicht beantworten. Da kommt Papa in die Küche und sagt: "Ich habe eine Idee, wie ihr den Weg des Zuckerwürfels beim Auflösen beobachten könnt." Möchtet ihr das auch sehen?

Nehmt einen Teller und gießt Wasser darauf - gerade so viel, dass ein flacher See entsteht. Nun legt einige Zuckerwürfel auf einen anderen Teller und beträufelt sie vorsichtig mit Lebensmittelfarbe. Nehmt dafür am besten eine Pipette. Jetzt müsst ihr die gefärbten Würfel auf den anderen Teller mit dem Wasser legen. Aber Achtung! Ihr müsst ganz schnell sein, um die Würfel hinüberzulegen, bevor sie zerfallen. Wichtig ist außerdem, dass die Würfel nicht so dicht beieinander liegen. Und jetzt schaut genau hin - am besten mit einer Lupe.

Was seht ihr? Das Wasser dringt in die Zuckerwürfel ein. Mit Hilfe der Lupe könnt ihr sogar kleine Luftblasen sehen. Die Zuckerwürfel zerfallen rasch und lösen sich im Wasser auf. Ein buntes Zuckerbild entsteht. Wenn zwei Farben von zwei Zuckerwürfeln aufeinander treffen, erkennt ihr eine scharfe Farbgrenze. Die Farben vermischen sich nämlich zuerst nicht. Erst nach einiger Zeit verschwimmen die Grenzen.

Was passiert? Das Wasser dringt durch die Hohlräume zwischen den einzelnen Zuckerkörnchen in den Würfel ein. Dabei wird die Luft herausgedrückt, die sich in den Hohlräumen befindet. Deshalb bilden sich die Bläschen. Der Zucker zerfällt beim Auflösen in klitzekleine, für uns nicht mehr sichtbare Zuckerteilchen und verteilt sich im Wasser. Dann ist er für unsere Augen unsichtbar.

Aber weil der Zucker die jeweilige Farbe mitnimmt, können wir seinen Weg verfolgen. Zuerst ist der aufgelöste Zucker nur an einer Stelle auf dem Teller. An anderen Stellen ist noch gar kein Zucker. Ein solches Ungleichgewicht mag aber die Natur nicht. Deshalb "wandern" die Zuckerteilchen im Wasser dorthin, wo noch kein oder wenig Zucker ist. Wenn überall gleich viel Zucker ist, haben die Teilchen keine "Lust mehr", weiter zu wandern.

Quelle: RP
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