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Remscheid
Schillernde Klangfarben

Remscheid: Schillernde Klangfarben
Melodische Gitarrenklänge und schlillerndes Farbspiel vor dem Altar der evangelischen Stadtkirche - Sebastian Bilstein (Mitte) und seine musikalischen Freunde Joshua Dunkel und Constantin Pechel (rechts). FOTO: Michael Schütz
Remscheid. Musikfestival "Viertelklang" in Lüttringhausen lockte Besucher an viele außergewöhnliche Orte des Stadtteils. Von Anna Mazzalupi

Jazz, Barock, Pop - die Auswahl fiel schwer. Doch jede halbe Stunde musste die Entscheidung für einen der 15 Programmpunkte fallen. Die vierte Auflage des "Viertelklang-Festivals" am Samstag bestach durch die Vielfalt der Angebote und brachte mehr als nur Kultur nach Lüttringhausen.

Zwischen Evangelischer Stadtkirche, Gemeindehaus, F(l)air Weltladen, Rathaus sowie der Kirche der Stiftung Tannenhof flanierten die Besucher hin und her. Routiniert präsentierten sie am jeweiligen Eingang das pinke Bändchen. Einzelpersonen, Pärchen, kleine Grüppchen und sogar ganze Familien genossen das Programm.

Zum Auftakt im vollen Gemeindehaus konnte das Posaunenquartett "4sliders" mit Klassik, Jazz und Zeitgenössischer Musik überzeugen. Der Abschluss mit der Titelmelodie vom Spiel "Super Mario" entlockte vielen Gästen ein verschmitztes Lächeln.

"Der Einstieg war schon mal ausgezeichnet", sagte Ulrike Hohmann aus Lennep, die gemeinsam mit Ehemann Wilhelm Hohmann zum ersten Mal an dem Musikfestival teilnahm. Wie viele der Viertelklang-Besucher stellten sie sich vorab ihren Abend zusammen. "Ich finde es toll, dass so etwas möglich ist. Da muss man nicht extra nach Köln oder Düsseldorf fahren", erklärte sie. Für sie ging es in der Kirche mit Barockmusik gespielt von Martin Storbeck und Christian Gottwald weiter.

Die Remscheiderin Anja Franz gab im Weltladen ein intimes und gefühlvolles Konzert, bei dem sie unter anderem Songs der Kelly Family sang. Ähnlich gefühlvoll bewegte das Wuppertaler Duo "TalGold" im Rathaus. Sänger und Pianist Florian Franke nahm die Zuhörer mit seiner sanften, einfühlsamen Stimme mit in eine andere Welt. Durch seine charmante Art animierte er den vollen Saal zum Mitsingen. Charlotte Jeschkes Cellospiel war die perfekte Ergänzung zu den deutschsprachigen Texten. Die 30 Minuten-Auftritte waren oft zu kurz.

Mozart und Jazz gab es dann mit den zarten und auch launingen Klängen des Klarinettentrios Schmuck, das super harmonierte und weitaus mehr als nur 15 Zuhörer in der Kirche der Stiftung verdient hätte. Einer von ihnen war Rainer Widmann: "Mir gefällt das Festival, weil es abwechslungsreich ist und man lernt ungewöhnliche Orte kennen, wo ich sonst nie im Leben hingekommen wäre". Seine Frau Monika Heigermoser ergänzte: "Ich finde es toll, dass sich die Städte gegenseitig kennenlernen und auch die Künstler untereinander". Das Festival sei zum Teil auch Völkerverständigung. Die ging bis Mitternacht.

Quelle: RP
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