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Remscheid
Schirmverkauf soll die Flüchtlingshilfe stärken

Remscheid: Schirmverkauf soll die Flüchtlingshilfe stärken
Daniela Krein (BAF) freut sich über die Hilfsaktion. FOTO: .JUMO
Remscheid. Die Firma Fare verkauft ab heute einen hochwertigen Schirm zum günstigen Preis. Sponsoren machen es möglich. Von Henning Röser

Schirme sind im Regenloch Remscheid immer gefragt. Dieser Schirm schützt nicht nur vor Nässe, sondern hilft auch dem Verein BAF, der sich in Remscheid um die Flüchtlingsbetreuung kümmert.

800 Schirme hat die Remscheider Firma Fare auf Initiative des Rundfunk-Journalisten Horst Kläuser produziert. Bezahlt wird die Herstellung zum Teil von 30 Remscheider Sponsoren, deren Namen die neuen Besitzer auf der Innenseite des Schirms lesen können. Der Verkaufpreis von 18 Euro gebe nicht den wahren Wert des hochwertigen Schirms wieder, sagte Günter Schmidt, Prokurist bei Fare, bei der Vorstellung des Projekt. "Dieser Schirm hält Jahre", sagte Kläuser.

Heute um 11.30 Uhr beginnt im Allee-Center an der Rolltreppe der Verkauf der Sonderanfertigung. Jeder Cent des Verkaufserlöses fließe an die BAF, versprach Kläuser beim Pressetermin. Er rechnet mit einem fünfstelligen Betrag. Mit dem Geld soll geholfen werden, dass Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen.

Die BAF will das Geld unter anderem dafür nutzen, um Lernmaterial für den Sprachunterricht anzuschaffen. Zugleich sollen die Lehrer, die sich ehrenamtlich für den Sprachunterricht gemeldet haben, ein professionelles Coaching erhalten. Und auch pädagogisches Spielzeug für die Kleinsten soll angeschafft werden. Sie sei "sprachlos vor Glück" angesichts der enormen Hilfsbereitschaft der Remscheider, die sich nicht nur in dieser Aktion zeige, sagte Krein gestern beim Pressegespräch.

"Danke" sagte den Projektbeteiligten gestern auch der Schirmherr der Aktion, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Remscheid sei vorbildlich, was Hilfsbereitschaft und Solidarität angehe. Er wisse, dass es auch Menschen in der Stadt gebe, die sich sorgten, dass sie den Job oder ihre Wohnung an Flüchtlinge verlieren könnten oder dass sie finanziell benachteiligt werden. Das sei aber nicht der Fall.

Den Flüchtlingen attestierte er, dass sie "nicht darauf warten, dass sie gepampert werden". Sie seien vielmehr begierig darauf, zu arbeiten, aktiv zu werden, Dafür aber sei das Erlernen der deutschen Sprache eine Grundvoraussetzung.

Weil viele der beteiligten Sponsoren für ihre Mitarbeiter oder Kunden bereits Schirme geordert haben, rechnet Kläuser damit, dass die verbliebenen Exemplare schnell verkauft sein werden.

Quelle: RP