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Remscheid
Schlagabtausch mit OB bei der Festplatzfrage

Remscheid. Die Festplatzfrage und die durch den DOC-Bau anstehende Verlagerung der Freiwilligen Feuerwehr Lennep treibt die Lenneper Bezirksvertretung nach wie vor um. Als das Thema nach über vier Sitzungsstunden am Mittwochabend noch einmal aufs Tapet gehoben wurde, zeigte sich der nonstop von der Expo-Real in München herbeigeeilte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sichtlich genervt von den durch Roland Kirchner (W.i.R.) kritisch, aber dennoch sachlich vorgetragenen Einwänden.

Zur Erinnerung: Ursprünglich hatte die Verwaltung das nördlichste Grundstück im Gewerbegebiet Karlstraße als Standort für den Gerätehaus-Neubau vorgesehen. Mit Vehemenz hatte sich auch der OB dafür ausgesprochen, weil am südlichen Ende drei zusammenhängende Grundstücke als Gewerbeflächen veräußert werden sollten. Mit diesem Argument war den Lenneper Vereinen eine Absage erteilt worden, die gerne eines der südlichen Flächen als dauerhaftes Veranstaltungsgelände beansprucht hätten. Am 8. Mai war dann ein Interessent für ein Teilgrundstück abgesprungen, wovon im kurze Zeit später stattfindenden Hauptausschuss aber keine Rede gewesen war. "Transparenz sieht anders aus. Spätestens bei dieser Sitzung hätten Sie für Klarheit sorgen können", monierte Kirchner und erhielt Zustimmung von Rolf Haumann (Grüne).

Mast-Weisz räumte Kommunikationspannen ein, hielt aber an seiner Linie fest. "Aus meiner und aus der Sicht der Fachleute in unserer Verwaltung ist die Karlstraße für Veranstaltungen nicht geeignet." Er verwies auf den Ratsbeschluss, nach dem die für die jeweiligen Veranstaltungen zu sperrende Robert-Schumacher-Straße als Alternative vorgesehen ist. "Das ist kein fauler Kompromiss, sondern eine gute Lösung", sagte der OB.

Bezirksvertreter Heinz-Dieter Rohrweck (CDU) brachte als Alternative für die Feuerwehr die alte Straßenmeisterei an der Lüttringhauser-/Ecke Ringstraße ins Gespräch. Dieses Grundstück sei zu groß und vor dem Hintergrund des DOC-Baus zu wertvoll, befand Stadtplaner Robin Denstorff. "Diese Fläche könnte für einen Hotelbetrieb sehr interessant sein." Mit knapper Mehrheit, die CDU votierte nicht einstimmig, entschied die BV, dass an den vorliegenden Beschlüssen nichts mehr geändert wird.

(bona)
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