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Unterwegs auf der Balkantrasse
Schnurgerade bis nach Tente

Unterwegs auf der Balkantrasse: Schnurgerade bis nach Tente
Auf dem Teilstück der Balkantrasse zwischen Wermelskirchen und Burscheid findet der Wanderer Ruhe in der Natur. FOTO: Moll, Jürgen
Wermelskirchen. Auf dem zehn Kilometer langen Weg von Wermelskirchen bis nach Burscheid wird der Radfahrer am alten Bahnhof Hilden etwa verwirrt, weil ein kleines Stück noch nicht fertig ist. Das Teilstück ist zehn Kilometer lang. Je nach Kondition braucht man mit dem Rad etwa eine Stunde. Von Walter Schubert

Die Tour auf der Balkantrasse in Richtung Burscheid beginnt am Autohaus Lambeck, Ortsausgang Wermelskirchen, direkt an der Umgehungsstraße (Dellmannstraße) / B51. Kurz hinter dem Autohaus wird die Fahrrad- trasse fortgeführt, nachdem sie auf dem Stadtgebiet von Wermelskirchen unterbrochen war. Und sofort ist es schön. Mit leichtem Gefälle geht es schnurgerade in Richtung Tente. Der Belag ist gut, und es lässt sich prima fahren. Auf halber Strecke gibt es den ersten Platz für eine Pause. Die Evangelische Gemeinde Hilgen-Neuenhaus öffnet dort immer an Sonn- und Feiertagen ihr Waffelhäuschen. Von 11.30 Uhr bis 17 Uhr werden dort Waffeln gebacken, belegte Brote und Getränke angeboten. Tische, Bänke und ein Zelt stehen bereit. Selbst ein Toilettenhäuschen wurde nicht vergessen.

Auf der Strecke bis Hilgen sind zwei Steigungen zu überwinden. Hier wurden ehemalige Eisenbahnbrücken zugeschüttet und der Fahrradweg führt nun an den Brücken vorbei. Also einmal hoch und wieder runter.

Ohne Lärm, ohne Autos

Auf viel Natur trifft der Fahrradfahrer und Wanderer auf dem Weg nach Hilgen. An manchen Stellen geht der Blick weit über das Land in Richtung Dabringhausen und Richtung Altenberg. Idyllisch ist es hier, ohne Autos, ohne Lärm und Gestank.

Der Sonntagmorgen bietet auf diesem Teilstück mehr als nur Radfahren. Am alten Bahnhof in Hilgen treffen sich die Oldtimerfreunde. Das Gelände liegt direkt neben dem Fahrradweg. Autos, Roller und Motorräder aus alten Zeiten sind zu bestaunen.

"Und jetzt? Wie geht's jetzt weiter?" Manfred und Heike Schmitz befahren die Trasse zum ersten Mal in Richtung Burscheid. Am Bahnhof in Hilgen hört die Trasse erst einmal auf. Man kann zwar erkennen, wo es weitergehen wird, doch dieser Weg ist noch nicht fertig und zurzeit nur etwas für ganz harte Mountainbiker. Links neben dem Bahnhof gibt es eine geteerte, kleine Straße. Das wäre die richtige Richtung – leider ist diese gesperrt. Eine weitere Möglichkeit ist ein kleiner Trampelpfad, der am Ende auf die beschriebene Straße mündet. Dort müssen die Räder aber geschoben werden.

Über die Autobahn

Die dritte Version führt rechts am Bahnhof vorbei und die Bahnhofstraße hoch. Dort geht es links auf die B51 ein Stück geradeaus über die Ampelkreuzung und nach Überquerung der Brücke gleich rechts ab. Dort gibt es auch wieder ein Hinweisschild. Es führt ein kleiner Weg hinunter, der dann wieder auf die fertige Trasse führt. "Saublöd gemacht", sagt Schmitz. Dafür ist der restliche Weg nach Burscheid wieder einfach und problemlos. Das Rauschen der Autobahn ist zu hören und über eine kleine Brücke geht es auch einmal über die A1. Anschließend wird es wieder ruhig. Bäume und Wald links und rechts, aber ohne Ausblick, da die Trasse meist wie in einer kleinen Schlucht verläuft. Auf der Rückfahrt ist der Höhenunterschied von 130 Metern spürbar. Eine leichte, permanente Steigung zieht sich bis nach Wermelskirchen. Die Suche nach dem richtigen Weg in Hilgen stellt sich in dieser Richtung nicht. Fazit des Streckenabschnitts Wermelskirchen nach Burscheid: Leicht zu fahren, viel Natur und überwiegend ruhig. Mangelhafte Verkehrsführung im Bereich des Hilgener Bahnhofs. In Gegenrichtung etwas anstrengender zu fahren, da es einen leichten Anstieg gibt.

 
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