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Remscheid
Schönheitskur für die Kölner Straße

Remscheid: Schönheitskur für die Kölner Straße
Gut genutzt, aber mittlerweile nur noch wenig ansehnlich ist die Bus-Haltestelle am Kreishaus. FOTO: Henning Röser
Remscheid. Mit einem mehrstufigen Programm soll die Hauptverkehrsader in Lennep ansehnlicher werden. "Boulevard"-Idee ist wieder ein Thema. Von Henning Röser

Das war ein produktiver Ortstermin. Am Dienstag vergangener Woche trafen sich Lenneps Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) und der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins Klaus Kreutzer mit Michael Zirngiebl und Udo Wilde von den Technischen Betrieben (TBR) in Lennep. Bei einer Begehung der Kölner Straße wurde überlegt, wie das von der Bezirksvertretung Lennep im April einstimmig beschlossene Sofortprogramm für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung umgesetzt werden kann.

Im Betriebsausschuss der TBR präsentierte Zirngiebl am Dienstagabend ein umfangreiches dreistufiges Programm. In einem ersten Schritt soll die Straße "entrümpelt" werden. Überflüssige Schilder und Absperrungen (etwa vor der Schule Glocke) sollen entfernt werden. So können die drumherum gewachsenen Unkrautinseln entfernt und die Gehwege besser gereinigt werden. Anwohner werden angeschrieben und auf ihre Reinigungspflicht hingewiesen. Zugleich will man mit ihnen darüber ins Gespräch kommen, ob es für ihre Abfallbehälter nicht andere Abstellplätze gibt als auf dem Bürgersteig. Die Besitzer der zahlreichen Imbiss-Buden sollen auf ihre Reinigungs-Pflichten hingewiesen werden.

In einem nächsten Schritt wollen sich die TBR der Haltestelle am Kreishaus annehmen. Die Baumscheiben sollen verbessert, Stromkästen entmoost und von Graffiti gereinigt werden. Der Kiosk soll einen neuen Anstrich erhalten. Einige Werbeanlagen sollen entfernt werden. Geprüft wird, ob dies aus dem Topf der Nahverkehrspauschale finanziert werden kann, berichtete Zirngiebl. Die zahlt das Land den Kommunen für Investitionen unter anderem in Haltestellen.

Ziel ist es auch, den schon lange nicht mehr aktiven Brunnen neben der Sparkasse abzubauen. Die Idee: Hier könnte ein kleiner Platz am Übergang zur Altstadt und in direkter Nachbarschaft des frisch renovierten Hertie-Gebäudes künftig für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Die Sparkasse soll auf eine mögliche finanzielle Partnerschaft angesprochen werden.

Langfristig sollen die Überlegungen für einen "Boulevard Kölner Straße" wieder aktiviert werden, um eine komplette Neuplanung der Kölner Straße auf den Weg zu bringen. Unter der Überschrift "Boulevard" setzt sich der Verkehrs- und Förderverein schon seit vielen Jahren für einen Umbau der Straße mit unter anderem mehr Grünflächen, mehr Platz für Gastronomie und einer bordsteinlosen Straße ein.

"Die Kölner Straße ist in die Jahre gekommen", zog Zirngiebl im Ausschuss ein Fazit des Ortstermins. Markus Kötter betonte, dass die Neuplanung dieser Achse vor dem Hintergrund der anstehenden Veränderungen (Hertie, DOC) hohe Priorität habe. Die für Lennep so wichtige Straße dürfe im Erscheinungsbild nicht zurückfallen.

Klaus Kreutzer berichtete, dass die Aktivitäten von Polizei und Ordnungsamt, die bereits kurz nach dem Beschluss der BV Tempokontrollen und Überprüfungen von getunten Autos durchführten, Wirkung gezeigt hätten. Sie sollen aus seiner Sicht regelmäßig stattfinden.

Quelle: RP
 
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