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Remscheid
Schüler-Stadtrat stimmt für Kino am Hauptbahnhof

Remscheid. Beim Planspiel wurden 20 Schüler der Hilda-Heinemann-Schule zu Politikern. OB Mast-Weisz spielte mit.

Einen spannenden Einblick in das Tagesgeschäft der Lokalpolitik erhielten gestern 20 Schüler der Hilda-Heinemann-Schule: Bei einem Planspiel im Rathaus galt es für die Jugendlichen, eingeteilt in vier verschiedene Fraktionen mit unterschiedlichen Standpunkten, sich auf einen Standort für ein neu geplantes Kino zu einigen. Am Ende musste bei einer Ratssitzung mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz abgestimmt werden.

Der Blick hinter die politischen Kulissen war für die Schüler ein tolles Erlebnis. Die Vertreter der Jugendorganisationen der Remscheider SPD, CDU, FDP und Grüne, gewährten den 20 Schülern so einen ganz praktischen Blick hinter die Kulissen der Lokalpolitik. Im großen Ratssaal kamen die 17- bis 21-Jährigen zusammen. OB Mast-Weisz begrüßte sie und erklärte ihnen einige politische Funktionen und Abläufe. Thema ihrer fiktiven Ratssitzung sollte die Frage nach einem geeigneten Standort für ein neues Kino sein. Zur Debatte standen die Standorte am Hauptbahnhof, auf der Alleestraße, in Lennep oder Lüttringhausen. In Wahrheit, verriet Mast-Weisz, ist sich der Rat über dieses Thema längst einig geworden. "Heute tun wir aber mal so, als wären wir noch nicht so weit."

Die Vertreter der Jugendorganisationen Nadine Gaede und Sebastian Thiel (Jusos), Fabian Knott (Junge Union) und Denise Abé (Grüne Jugend) stellten sich und ihre Parteien kurz vor, wobei Thiel stellvertretend für die Julis der FDP sprach. In den anschließenden Fraktionssitzungen der vier ausgelosten Gruppen unterstützten sie die Schüler und sammelten mit ihnen Argumente für den vorgegebenen Standort.

Anschließend wurde getagt: Mast-Weisz als Ratsvorsitzender erteilte den gewählten Fraktionsvorsitzenden nacheinander das Wort. Vom Rednerpult aus zählten sie den Anwesenden stilecht ihre Argumente auf. In der Nachverhandlung einigten sie sich schließlich auf den Hauptbahnhof. "Das war eine knochenharte Verhandlung", bemerkte Mast-Weisz. Die Schüler lachten. Am Ende gab es für jeden eine Urkunde.

"Ich muss gestehen, dass ich am Anfang etwas skeptisch war, ob das mit dieser wilden Truppe funktionieren würde", sagte die Elternpflegschaftsvorsitzende Sabine Krause-Janotta. "Aber das habt ihr wirklich toll gemacht." Schüler Fabian Knipp (18), der als Fraktionsvorsitzender das Plenum überzeugt hatte, freute sich am Ende am meisten: "Es hat mir sehr gut gefallen."

(seg)
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