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Remscheid
Schützen luden Laien zum Testschießen ein

Remscheid: Schützen luden Laien zum Testschießen ein
Ran an die Sportgewehre - am Tag der offenen Tür beim Remscheider Schützenverein waren auch Alexander, Mandy, Nicolai und Kimberly am Schießstand aktiv. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Remscheider Schützenverein bot andere Form der Mitgliederwerbung. Von Michael Möller

Wer besitzt ein sicheres Auge, eine ruhige Hand und genügend Konzentrationsfähigkeit? Beim "Tag der offenen Tür" des Remscheider Schützenvereins von 1816 Korporation konnten Gäste ihre Treffsicherheit testen. Unter dem Motto "Ziel im Visier" durften die Besucher unter der fachlichen Aufsicht der Remscheider Schützen selbst einmal diverse Sportgeräten ausprobieren.

Da merkte der Laie plötzlich, dass das Bogenschießen nicht mit den Cowboy- und Indianerspielen der Jugend zu vergleichen ist. Mit Schutzkleidung ausgestattet und in die richtige Körperhaltung gebracht, flog der Pfeil in der Bogenschießhalle zwar in die richtige Richtung, doch über die Platten mit dem Scheiben hinaus. Ziehen, Zielen und Treffen bildeten nicht immer eine Einheit.

Da war das Lasergewehr schon einfacher zu bedienen. Leider war die Scheibe aus zehn Meter Entfernung gesehen recht klein. Doch die Zieloptik half, zumindest den Achterring zu treffen. Wer eine ruhige Sportart suchte, konnte hier eine für ihn passende finden, gerade dann, wenn die Knochen oder Muskeln mit Laufen oder Schwimmen, Tennis oder Fußball überfordert sind. Wie Vereinsmeisterschaften mit dem Kleinkalibergewehr liegend geschossen werden, konnte sich jedermann live anschauen.

Acht Neuaufnahmen und eine Verjüngung der Vereinsmitglieder verbuchte der stellvertretende Vorsitzende, Alexander Kreicker, für die Remscheider Schützen im vergangenen Jah. "Sie haben festgestellt, dass neben dem Sport auch das Gesellige und die Gemeinschaft bei uns ihren Platz haben", erklärte er. Doch "Rambos" oder "Revolverhelden" hätten im Verein keinen Platz. Nicht in jedem Kopf habe sich der Imagewandel der Schützenvereine schon festgesetzt, meinte Kreicker.

Noch immer hätten einige Menschen ein negatives Bild vom Schießen mit Waffen und Tragen des Schützenrocks. Doch ist das Schießen als olympische Disziplin auch bei den Remscheider Schützen der sportliche Schwerpunkt. Das Tragen des Rocks sei keine Pflicht mehr.

Für Jacqueline Schneider (18) war das Schießen immer mehr als nur Sport, es ist ein Stück Leben. Denn sie wurde mit ihrer Geburt bei den Schützen angemeldet, hat Eltern, die ihr das Schützenwesen vorlebten und ist mittlerweile sogar zielsicherer als Mutter Andrea.

Der Sport, die Herausforderung und der Erfolg stünden bei ihr im Mittelpunkt, positiv ergänzt durch den gemeinsamen Spaß und die Gesellschaft der anderen Schützen, erklärte sie.

Quelle: RP
 
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