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Remscheid
Schulprojekt soll Spaß an Bewegung fördern

Remscheid: Schulprojekt soll Spaß an Bewegung fördern
Die zehnjährige Josi lenkte ihren Roller durch den Parcours auf dem Schulhof - natürlich geschützt durch Helm, Knie- und Ellenbogenschoner. FOTO: Jürgen moll
Remscheid. Das "RollerKids Mobil" macht in dieser Woche Halt auf dem Schulhof der Grundschule Mannesmann. Mit Rollern und Skateboards sollen die Schüler ihre Motorik und Koordination schulen. Von Cristina Segovia-Buendia

In der Grundschule Mannesmann dreht sich in dieser Woche alles ums sichere Rollen: Zurzeit ist auf ihrem Schulhof das "RollerKids Mobil" zu Gast, ein bundesweites Bewegungs- und Förderprojekt, dass durch moderne Funsportgeräte wie Skate- und Waveboards für mehr Spaß an Bewegung und Verkehrssicherheit sorgen will.

Da waren die Schüler kaum noch zu bremsen, als sie - gut geschützt mit Helm, Knie- und Ellenbogenschoner - mit dem wendigen City-Scooter durch den kleinen Parcours rasten. Auf dem Schulhof hatte Julian Hammes (23) von der Wuppertaler Skateschule NRW, die das bundesweite Projekt fürs Bergische durchführt, mit bunten Plastikhüten und Kreide eine kleine Hindernisbahn erstellt und einige Mitglieder des Lehrerkollegiums mit den verschiedenen Möglichkeiten des Mobiles vertraut gemacht.

Bis zum Ende dieser Woche wird das Mobil Lehrern und Schülern zur Verfügung stehen, finanziert durch ihren Gewinn beim Gesundheitswettbewerb "Starke Kids". Je nach Altersstufe können die Schüler kleinere oder größere Übungen absolvieren, wie die neunjährige Aylin sagte: "Wir haben jetzt das Bremsen geübt und mussten auch unter einer Stange hindurch fahren, ohne das Gleichgewicht zu verlieren."

Kein Problem für die Viertklässlerin, die selbstbewusst erzählte, schon öfters auf solchen Rollern gefahren zu sein. Das mache ihr Spaß: "Aber ich würde auch gerne mal probieren, auf einem Skateboard zu fahren." Auch diese Möglichkeiten bietet das "RollerKids Mobil": "Die Mobile gibt es in verschiedenen Ausführungen", erklärte Hammes. Für die Grundschule stehen Scooter Skate- und Waveboards und natürlich die komplette Sicherheitsausrüstung zur Verfügung.

Das Projekt verfolge zwei Ziele: "Zum einen, die Motorik der Kinder und ihre Koordination auf Rollen zu schulen und zum anderen, ihnen auch den Bewegungsspaß zu vermitteln, damit sie öfters zum Spielen raus gehen, statt vorm Computer zu sitzen."

Sportlehrer und Sozialpädagoge Leon Ortmeyer sieht noch weitere Vorteile der Aktion auf dem Schulhof: "Nicht nur, dass wir dank des Projekts auch modernere Trendsportarten in den Lehrplan integrieren können."

Für die Kinder habe diese Form der Bewegung einen psychomotorischen, wie auch sozialen Aspekt: "Die Zeiten haben sich verändert. Wir haben uns früher automatisch beim Spielen draußen auf dem Fußballplatz mit anderen Kindern sozialisiert. Das Spielen hat sich heute aber vorwiegend nach drinnen verlagert, wodurch die Kinder den sozialen Kontakt oft nur noch in der Schule pflegen."

Dabei sei dies genauso wichtig für die eigenen Entwicklung wie ausreichende Bewegung, bestätigt Experte Leon Ortmeyer. "Für den Kopf, das Denken und zum Stressabbau ist Bewegung, auch für die Kinder schon, unerlässlich."

Quelle: RP
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