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Remscheid
Senioren wünschen sich Jazz-Night im Allee-Center

Remscheid. In der letzten Sitzung des Seniorenbeirates in diesem Jahr stellte sich Center-Managerin Kathrin Schubert bereitwillig den Fragen der Beiratsmitglieder. Es ging um ein altersgerechtes Allee-Center. Zu den Wünschen, die den Senioren hier offensichtlich auf den Nägeln brennen, gehören: ein funktionierender Lieferservice des Real-Geschäftes, mehr Automatiktüren, die selbsttätig öffnen und schließen, mehr WC-Hinweisschilder, eine pünktliche Uhr, eine Jazz-Night für Senioren mit Dixielandmusik sowie stets freie Sitzplätze auf den Bänken vor dem Real-Laden für sich vom anstrengenden Einkauf ausruhende Senioren. Von Bernd Geisler

Schubert, freundlich und geduldig, versprach dort Abhilfe, wo es möglich sei. Schubert wusste, dass Real bereits daran arbeite, einen guten Lieferservice auf die Beine zu stellen. Auch über die Automatiktüren wusste die Managerin gut Bescheid. Die baulichen Möglichkeiten des Gebäudes ließen nur dort Automatiktüren zu, wo sie bereits installiert seien, sagte sie. Noch mehr sich selbsttätig öffnende Türen zu installieren, verhinderten die verschärften Sicherheitsauflagen seit der Loveparade-Katastrophe. Ferner müsse sichergestellt sein, dass der permanente Luftzug, den solche Türen verursachten, andere Läden und Besucher nicht störe. Den Weg zum WC werde sie auch in der unteren Etage noch übersichtlicher anbringen lassen. Sie werde ferner Möglichkeiten prüfen, reservierte Sitzplätze vor Real zu organisieren, sagte sie. Gleichwohl wolle das Center alle Altersgruppen unterstützen. Aus dem Kreis der Senioren mit Blick auf den anwesenden Vertreter der Stadt, Dr. Christian Henkelmann, wurde laut, dass vermutlich der im AC freie WLAN-Zugriff aufs Internet die Ursache für das Interesse an den Sitzplätzen sei. Das gelte insbesondere für Personen, die fern der Heimat mit ihren Angehörigen Kontakt aufnehmen möchten. Es sei also ein Problem der Stadt, mehr freie WLAN-Zugriffe im Stadtkern zu schaffen.

Dr. Henkelmann fragte in seiner Antwort, ob das wirklich so gut sei und der zwischenmenschlichen Kommunikation diene. Wenn die Uhr im Center nachgehe, helfe er sich im Übrigen selbst: Er stelle seine Uhr vor. Die Jazz-Nights von früher werde es aus finanziellen Gründen nicht mehr geben, sagte Schubert zum weiteren Punkt. Über eine kleinere Jazz-Party für diese Zielgruppe könne man sich aber Gedanken machen. In einem weiteren Tagungsordnungspunkt lieferte Dipl.-Psych. Christine Schrettenbrunner von der Uni Wuppertal weitere Anregungen für Senioren: das "Studium für Ältere" an der Uni. Da dafür ein PC Grundvoraussetzung ist, wies sie besonders für die Interessenten auf folgende Internet-Adresse hin: zwb.uni-wuppertal.de.

Quelle: RP
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