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Remscheid
Seniorenbeirat stellt sich mit Faltblatt den Bürgern vor

Remscheid. Gremium will im kommenden Jahr regelmäßige Sprechstunden im Rathaus anbieten. Beirat wird im Rathaus jetzt vom Stadtdirektor unterstützt. Von Henning Röser

Ihr Anteil an der Remscheider Bevölkerung wird immer größer, doch dass die Menschen im Alter über 60 Jahren mit dem Seniorenbeirat ein eigenes politisches Gremium haben, das ihre Anliegen im Rathaus vertritt, wissen immer noch zu wenige Remscheider.

Das soll sich nun ändern. Erstmalig stellt sich der Beirat der Öffentlichkeit jetzt mit einem eigenen Faltblatt vor, 5000 Exemplare wurden auf Kosten der Stadt gedruckt, sie werden nun an öffentlichen Stellen ausgelegt.

"Mitreden, Mitentscheiden, Mitgestalten" steht als Motto auf dem Deckblatt. Es sei eine Einladung zum Mitmachen, sagt Inge Brennig, die im aktuellen Beirat sitzt. Aber auch eine Ermutigung, die Themen der Älteren in das Gremium einzubringen. Als eine Plattform dafür soll es im kommenden Jahr eine regelmäßige Bürgersprechstunde des Beirates im Rathaus geben. Das Faltblatt nennt die zentralen Themen, die den Beirat beschäftigen. Drei Beispiele: Schaffung von Rahmenbedingungen, damit ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer Umgebung bleiben können. Die Sicherung der Nahversorgung im Stadtteil. Ein seniorengerechter öffentlicher Nahverkehr.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat das Gremium, das 2014 auf Druck der damaligen Ampel-Mehrheit von SPD, Grünen und FDP im Rat schon auf der Streichliste stand, gestärkt. Mit Stadtdirektor Christian Henkelmann hat es jetzt einen Patendezernenten, der dafür Sorge trägt, dass die Anfragen und Aufträge der Senioren in der Verwaltung auch Gehör finden und bearbeitet werden.

Henkelmann sieht dies als richtige Entscheidung. "Die Stimme der Senioren wird immer wichtiger", sagte er bei der Vorstellung des Faltblatts. Der Seniorenrat sei "ein wichtiger Träger der Stadtdemokratie". Das Faltblatt zeigt die aktuellen Mitglieder des Beirates, listet Kontaktdaten auf, nennt aber bewusst keine Parteizugehörigkeit. Diese spiele in dem Gremium nur eine untergeordnete Rolle, sagte die Vorsitzende Elke Rühl. Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen sei" sehr, sehr gut."

Quelle: RP
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