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Remscheid
So cool ist Remscheid bei Hitze

Remscheids Orte für Abkühlung
Remscheids Orte für Abkühlung FOTO: Hertgen, Nico
Remscheid. Wer in diesen Tagen Abkühlung sucht, muss nicht weit fahren - manchmal reicht schon ein Gang zur Kühltheke im nächsten Supermarkt. Wir zeigen einige kühle Orte in Remscheid.

Freibad: 20 Grad Der "Klassiker" für die hochsommerliche Abkühlung ist natürlich auch in Remscheid das Freibad. So verzeichnete das Bad im Eschbachtal gestern großen Andrang. "Etwa 2000 Besucher dürften es heute wohl sein", schätzt der Schwimmmeister Jochen Drosten. Rund 20 Grad Celsius hat das Wasser, die Außentemperatur liegt bei gut 30 Grad. Da ist viel Betrieb in den Becken, die Liegewiesen sind sehr gut gefüllt. Der Andrang an den Kassen ist auch am Nachmittag noch groß. Einer der Besucher ist der zehnjährige Raffale. "Das ist bei dem Wetter genau das Richtige", sagt er, als er aus dem Sprungbecken steigt. Er ist zum ersten Mal in dieser Saison im Freibad. Am liebsten hüpft er vom Einmeterbrett oder benutzt die Rutsche. Sein Freund Felice ist mit ihm dabei. Er war schon ein paar Mal in dieser Saison in dem Bad. So heiß wie jetzt war es dabei aber nie.

Stadtkirche Lennep: 20 Grad Wer für sakrale Architektur ein Faible hat, der kann auch in Kirchen einen schattigen Aufenthaltsort finden: So wie in der Evangelischen Stadtkirche Lennep. "Großen Andrang haben wir zurzeit aber nicht", sagt der Jugendleiter und Öffentlichkeitsreferent der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep, Rolf Haumann. Schließlich seien Ferien, dafür gibt es im Sommer aber immer wieder Hochzeiten, die gebucht werden. Bei den Gottesdiensten ist dagegen etwas weniger los. Etwas über 20 Grad Celsius zeigt das Thermometer im Altarbereich der Kirche. Noch kühler ist es im dunklen Eingangsbereich: Höchstens 17 oder 18 Grad sind es dort. "Die dicken Mauern hier sorgen für eine kräftige Abkühlung", betont Haumann. Wer von dort in die Hitze kommt, muss sich auf deutlichen Temperaturwechsel einstellen.

Brückenpark: 20 Grad Über eine Abkühlung für die Füße und den ganzen Kreislauf freuen sich Nicole Golzsche, Daniel Janes und ihre vier Kinder. Die Familie aus Wuppertal hat gestern einen Ausflug in den Müngstener Brückenpark unternommen. Dort wird barfuß durch die Wupper gewatet und nach Flusskrebsen gesucht. "Das ist echt angenehm, wenn man mit den Füßen im Wasser steht. Dann macht einem die Hitze auch nicht so viel aus", sagt Daniel Janes. Da stimmt ihm auch das Thermometer zu: Im Schatten zeigt es 31 Grad Celsius, die Wassertemperatur liegt bei etwa 20 Grad. Die Abkühlung um etwa zehn Grad zieht viele Besucher des Brückenparks zur Fußwanderung im Fluss, auch wenn Kies und Steine das Gehen nicht gerade angenehm machen. "Cool" im wahrsten Sinne des Wortes findet denn auch der 14-jährige Bastian den Marsch durch die Wupper. Bei der Suche nach Flusskrebsen hat er auch noch eine alte Münze gefunden.

Stadtarchiv: 19 Grad Über angenehme 19,3 Grad Celsius kann sich Sabine Markus freuen. "Wenn ich ins Magazin gehe, dann muss ich mir immer eine Strickjacke anziehen", sagt die Sachbearbeiterin des Stadtarchivs. In Stahlschränken und Rollregalen stehen die Archivarien der Stadt: Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden, alte Zeitungen oder Bücher zur Stadtgeschichte. Um die historischen Dokumente zu schützen, liegt die Luftfeuchtigkeit bei 54 Prozent. Von den kühlen Temperaturen profitieren aber nur die Mitarbeiter des Archivs, die Besucher selbst dürfen das Lager nicht betreten und müssen die Dokumente im Lesesaal in Empfang nehmen. Und dort ist es dann einige Grad wärmer. Aufgrund der Sommerferien ist momentan aber nicht sonderlich viel los. Da die Dokumente derzeit noch digitalisiert werden und nicht im Internet stehen, muss sich jeder, der sich für die Stadtgeschichte interessiert, an das Archiv wenden.

Supermarkt: -18 Grad Wer nach Abkühlung sowie einem schattigen Plätzchen sucht und seine Einkäufe noch nicht erledigt hat, der kann sich auch in der Tiefkühlabteilung eines Supermarktes zumindest etwas erfrischen. So wie im neu eröffneten Kaufpark an der Kronprinzenstraße: 18 Grad Celsius minus zeigt das Thermometer der Tiefkühltruhe für das Geflügel, 19,3 Grad minus steht bei der Pizza zu Buche. So mancher Kunde hält sich hier vielleicht etwas länger auf, weil das Einkaufen in dieser Umgebung so "erfrischend" erscheint. Durch die Kühltruhen wird auch die Raumtemperatur deutlich gesenkt. Sie liegt bei etwa 17 bis 18 Grad – plus wohlgemerkt. "Gerade im Sommer ist es hier angenehm, wenn man die Kühlwaren einräumt", sagt die stellvertretende Filialleiterin Nadine Korscheia. Auch die Kassiererinnen profitieren von den angenehmen Temperatur – liegen die Kühltruhen doch direkt vor dem Bereich mit den Kassen.

 

 

 

 

 

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