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Remscheid
So lassen sich Sonne und Hitze ertragen

Remscheid: So lassen sich Sonne und Hitze ertragen
Sonne mit Sonnenschutzcreme auf die Haut malen und dann gut verteilen - so lustig kann der Schutz auf empfindliche Kinderhaut aufgetragen werden. FOTO: archiv
Remscheid. Experten raten zur Vorsicht bei starker UV-Strahlung. Tiere und Kinder nicht im geparkten Auto zurücklassen. Von Anna Mazzalupi

Die Hitzewelle hatte das Bergische Land fest im Griff und auch zum Wochenende sollen die Temperaturen wieder steigen. Dass man es bei Hitze und über 30 Grad lieber ruhig angehen lassen sollte, ist bekannt. Experten geben ein paar weitere Tipps, wie man selbst - und auch das Haustier - hohe Temperaturen besser ertragen kann und wo die Gefahren im Alltag lauern.

Ausreichend trinken

Bis zu zwei Litern sollte man bei der Hitze ruhig zu sich nehmen, erklärt Dr. Frank Neveling, Leiter des Gesundheitsamts Remscheid. Jüngere Menschen ohne Vorerkrankung können auch mehr trinken. Statt süßer Getränke sollte man lieber zu Wasser, Schorlen oder Tees greifen.

Sonnenschutz

Neben einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor darf auch eine Kopfbedeckung, zum Beispiel ein Strohhut, nicht fehlen. Das gilt nicht nur für Menschen mit wenig oder keinen Haaren. Denn, wer sich lange in der Sonne aufhält, könnte ohne Schutz auch einen Sonnenstich mit Kopfschmerzen, Übelkeit und anderen Begleitsymptome bekommen. "Den Sonnenschutz sollte man regelmäßig erneuern. Gerade Sonnenbrände im Kindesalter verdoppeln das Risiko für Hautkrankheiten im Alter", merkt Neveling an.

Klimaanlage

Gerade bei der Rekordhitze ist das elektrische Klima ein Segen. Generell hängt die Temperatur vom eigenen Wohlbefinden ab. Aber Vorsicht: Wer viel geschwitzt hat und dann der kalten Luft ausgesetzt ist, kann sich eine Erkältung zuziehen. Deshalb die Anlage in der Wohnung oder im Auto nicht zu kalt stellen. Neveling empfiehlt ungefähr 19 Grad als Richtlinie.

Tiere im Kühlen halten

Nicht nur wir Menschen haben mit der heißen Sonne zu kämpfen. Auch den lieben Vierbeinern macht sie zu schaffen. Deshalb sollten Halter zum Beispiel den Spaziergang mit dem Hund lieber in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen. Auch ein schattiges Waldstück ist besser zum Gassi gehen als der heiße Asphalt. "Hunde haben sehr empfindliche Pfoten und können sich auf heißem Boden schnell verbrennen", sagt Angelika Hemmerling-Schier vom Tierheim Remscheid, bei dem jeder Hund zusätzlich eine eigene Wanne mit Wasser im Zwinger zu Abkühlung stehen hat.

Wasser und Schatten

Ausreichend Trinkwasser, das regelmäßig aufgefrischt werden muss, ist auch für Hund, Katze und Co. wichtig. Wer dem Haustier eine Freifläche im Garten oder auf dem Balkon bieten kann, sollte darauf achten, Schattenplätze zu schaffen, etwa mit Tarnnetzen oder Segeltüchern. Hauskatzen ohne Auslauf sollte ein abgedunkelter Raum geboten werden. Um den Tieren etwas Erfrischung zu bieten, kann man ein feuchtes Tuch auf dem Boden ausbreiten. Wichtig: Nicht das Handtuch auf den Hund legen, sondern den Hund auf das Tuch und dann vorsichtig von den Pfoten angefangen über das Fell reiben. Bei Vögeln und Tieren, die es mögen, kann man auch etwas Wasser auf den Körper sprühen.

Tiere im Auto

Hemmerling-Schier rät Tierbesitzern, die über keine Klimaanlage im Auto verfügen, vom Transport ab, weil die Hitze im Auto zu groß ist. Wer etwa den Hund mitnimmt, kann mit einem Fensterschutz Abhilfe schaffen. Die billigen, sagt Hemmerling-Schier, bieten jedoch keinen UV-Schutz.

Außerdem sollte das Tier auf keinen Fall im Wagen zurückgelassen werden. Auch dann nicht, wenn man nur kurz den Wagen verlässt. Ein kleiner Spalt ist nicht ausreichend, um die heißen Temperaturen zu regulieren.

Notfälle melden

In den vergangenen zwei Wochen hatte die Polizei deshalb vier Einsätze. "Meistens hören wird die Aussage: 'Ich bin nur mal kurz...'. Das kann sehr subjektiv sein von fünf bis zu 45 Minuten", erklärt Pressesprecher André Schwanicke. Wenn man als Passant ein Tier oder auch ein Baby bei Hitzetemperaturen im Auto sieht, das Symptome der Überhitzung zeigt oder kurz vor einem Kreislaufkollaps steht, sollte man auf jeden Fall einen Notruf absetzen und die Polizei verständigen.

Quelle: RP
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