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Gartenleben
Sommerzeit, Kräuterzeit

Remscheid. Das Schöne an Kräutern ist, dass man bereits im Juni etwas von ihnen hat. Denn die meisten Küchenkräuter lassen sich jetzt laufend ernten. Bei Blattkräutern wie Petersilie, Oregano, Estragon, Thymian und Salbei sind es die Triebspitzen, die einfach abgeschnitten werden können. Das ist nicht nur gut für die Suppe, sondern auch für die Pflanze. Von Regina Hildebrandt

Der Juni ist aber auch perfekt für die Kräuter-Vermehrung: Schnittlauch oder Salbei kann geteilt und büschelweise verpflanzt werden. Andere Kräuter, wie Rosmarin, Oregano, Minze, Estragon, Bohnenkraut oder Thymian eignen sich für die Stecklings-Vermehrung. Und ausgesät werden kann natürlich im Juni auch noch. Zum Beispiel solch schnellwüchsige Arten wie Kamille, Ringelblume und Kapuzinerkresse.

Wem das zu aufwendig ist: im Gartencenter gibt's genügend vorgezogene Kräutertöpfe. Im Beet oder Kübel müssen sie dann allerdings ausreichend gegossen werden. Besonders Kräuter mit weichen Stängeln, wie Petersilie, Kerbel und Minze, vertrocknen sonst schnell. Grundsätzlich benötigen Pflanzen, deren Blätter weich und hellgrün sind, einen kühlen und feuchten Standort. Für Basilikum, Thymian, Rosmarin oder Lavendel gilt dagegen: Je sonniger der Standort, desto besser.

Ebenso volle Sonne verträgt das Johanniskraut mit seinen goldgelben Blüten. Johanniskraut erntet man, wenn es voll erblüht ist und lässt es an einem dunklen Ort trocknen. Für Tee oder Salbe lassen sich Blätter und Blüten verwenden.

Wer Johanniskraut einfach nur schön findet, kann gezüchtete Zierpflanzen kaufen. Diese gibt es als Bodendecker oder in Strauchform. Die Pflanzung sollte allerdings wohl überlegt sein. Denn einmal gesetzt, wird man das Johanniskraut nie wieder los. Dem Johanniskraut ist es grundsätzlich egal, an welchem Ort es seine leuchtend gelben Blüten öffnen wird. Auf jeden Fall wird es um Johanni, also den 24. Juni, passieren.

Quelle: RP
 
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