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Remscheid
Sorge um Asbest-Arbeiten am Hackenberg

Remscheid: Sorge um Asbest-Arbeiten am Hackenberg
Die Krankenhausruine in Lennep wird derzeit für den Abriss vorbereitet. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Anwohner der Baustelle fragen nach Sicherheits-Konzept für den Abriss des Schwesternheims. Von Henning Röser

Der anstehende Abriss des ehemaligen Krankenhauses am Hackenberg in Lennep nach vielen Jahren Wartezeit weckt bei den unmittelbaren Anwohnern der Bauruine gemischte Gefühle. Man nehme "mit großer Erleichterung zur Kenntnis, dass die geplante Wohnbebauung vor kurzem mit ersten Abrissmaßnahmen am Hauptgebäude ihren Anfang genommen hat", schreibt Reinhard Krüger, der am Henkelshof wohnt.

"Immenses Gefahrenpotenzial" sieht er allerdings im Abriss des zwölfstöckigen Schwesternheims. Dieses Gebäude, das in unmittelbarer Nähe zur städtischen Kita Stresemannstraße stehe und nur 100 Meter Luftlinie von "dichter" Wohnbebauung, sei "vollständig mit Asbest-paneel verkleidet". Krüger hat gestern die mit dem Projekt betraute Firma Weber-Consulting in Pforzheim angeschrieben, um zu erfahren, "welche konkreten Maßnahmen getroffen werden, um der Gefahrenproblematik entgegen zu wirken".

Darüber werde man in der kommenden Woche informieren, kündigte Dieter Reininghaus von Weber Consultig gestern auf BM-Anfrage an. Er werde sich die Zeitpläne und geplanten Arbeitsschritte der beauftragen Firma schicken lassen, um im Detail Auskunft geben zu können. Klar sei aber, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Entsorgung Teil der Ausschreibung seien und vom Unternehmen eingehalten werden müssten. Nicht die gesamte Fassade des Wohnheim sei aus Asbest, sondern nur die Halterungen.

Die Vorgaben für den Umgang mit den "Asbestplatten" sei Teil der Abrissgenehmigung, die die Stadt dem Unternehmen erteilt habe sagte gestern der Leiter des Umweltamts, Wolfgang Putz. Es gebe klare Vorgaben für den Schutz der Arbeiter, die die Platten entfernen und entsorgen sollen und ebenso Vorgaben für den Schutz der Nachbarschaft der Baustelle. Beides werde von der Stadt überwacht. Wichtig sei grundsätzlich, dass die Asbestplatten nicht gesägt und angebohrt werden. So entweiche kein Asbest-Staub in die Luft.

Ende April 2016, so die Aussagen des als Entwicklungsträger für die Erschließung des künftigen Wohnbaugebiets verantwortlichen Unternehmens, soll der Abriss des Krankenhauses in Lennep abgeschlossen sein.

Quelle: RP
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