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Rollhockey
8:5 - dritter Derbysieg der IGR in Folge

Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Remscheider dominieren das ewige Nachbarschaftsduell in Cronenberg über weite Strecken. Von Henning Schlüter

Knapp eine Viertelstunde vor Schluss stellte sich die Wahl: Cronenberg endgültig vorführen? Oder lieber die Chance nutzen, und dem eigenen Nachwuchs Spielzeit im Bergischen Derby zu geben? Marcell Wienberg entschied sich beim 8:1-Zwischenstand dafür, die ganz jungen seiner ohnehin jungen Wilden aufs Feld zu schicken. Zwar gewann seine IGR Remscheid am Ende "nur" noch mit 8:5 (2:0) beim ewigen Rivalen aus der Nachbarstadt. "Aber für einen zweistelligen Sieg gibt es auch nur drei Punkte", sagte der Remscheider Coach, "da ist es mir lieber, wenn meine Youngster auch im Derby ihre Erfahrungen machen."

So oder so konnten die Wuppertaler dem Gast in der diesmal etwas besser gefüllten Alfred-Henckels-Halle nicht das Wasser reichen. Das im Umbruch befindliche RSC-Team litt unter anderem darunter, dass Routinier Kay Hövelmann fehlte und der nicht minder erfahrene Kapitän Benjamin Nusch mit einer Hüft- und Beckenverletzung schon früh ausschied. "Deswegen freuen wir uns trotzdem über den dritten Derbysieg in Folge - auch wenn wir ihn nicht überbewerten wollen", sagte Wienberg hinterher.

Nach der in Nachbarschaftsduellen üblichen Abtastphase dominierte die IGR spätestens ab dem Führungstreffer durch Kapitän Yannick Peinke das Geschehen (9.). Während Peinke nach einer Viertelstunde auf 2:0 erhöhte, tat sich Cronenberg schwer, überhaupt Chancen herauszuarbeiten. Gelang dies doch, war aber Remscheids Keeper Moritz Kreidewolf zur Stelle.

Noch deutlicher wurde die Überlegenheit der Gäste in Hälfte zwei. Der frischgebackene U 20-Nationalspieler Joshua Dutt und Max Richter brachten den Gast mit 4:0 in Führung, nach dem Abschlusstreffer von RSC-Spielertrainer Jordi Molet schraubten Richter, zweimal Alexander Ober und Daniel Strieder die Führung bis auf 8:1 (38.). Dann ließen im Gefühl des sicheren Sieges und angesichts der vielen Wechsel Konzentration und Spielfluss bei den Remscheidern etwas nach. Cronenberg gestaltete so das Ergebnis noch etwas freundlicher.

"Unter dem Strich können wir zufrieden sein", fand Wienberg, dem nur die mitunter ruppige Gangart (18:16-Teamfouls aus Sicht des RSC) nicht schmeckte: "Im Derby geht es immer etwas zupackender zur Sache, aber gerade in der hitzigen Schlussphase wurde damit etwas übertrieben." Allerdings weitgehend folgenlos: Lediglich Cronenbergs Kai Riedel sah nach einer Zeitstrafe gegen sich wegen Meckerns auch noch die Rote Karte.

Quelle: RP
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