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Handball
Abstieg der HSG-Reserve ist besiegelt

Remscheid. Handball-Landesliga: Bergstädter verlieren Kellerduell gegen BHC III. HCW-Coach Rezaloo wütend auf Schiedsrichter. Von Niklas Frielingsdorf, Michael In't Zandt, Henning Schlüter und Frank Lorenzet

DJK Unitas Haan II - ATV Hückeswagen 43:28 (21:14) - Für den ATV war beim Spitzenteam nichts zu holen. Schon beim 4:8 (10.) deutete sich für die Schlossstädter an, dass die Unitas eine Nummer zu groß sein würde. In der 22. Minute mussten die Gäste dann auch noch den Ausfall von Maurice Sielmann verkraften, der unglücklich einen Schlag an den Kopf bekam und sich eine Gehirnerschütterung zuzog. So musste die Mannschaft von Trainer Sebastian Mettler, die fünf Akteure an die zweite Mannschaft abgetreten hatte, bis zum Schlusspfiff ohne Auswechselspieler auskommen. Somit war es kaum verwunderlich, dass der ATV immer weiter in Rückstand geriet. "Mund abwischen und versuchen, die letzten drei Spiele positiv zu gestalten - das muss unser Motto sein", erklärte Mettler.

ATV-Tore: Bangert (9/4), La. Frischmuth (6), Lu. Frischmuth, Harnischmacher, Scheider (je 4), Antrecht (1).

HG Remscheid II - Team CDG/GW Wuppertal 27:22 (10:11) - Der nach der Saison scheidende HGR-Trainer Markus Pütz verabschiedete sich mit einem Sieg seiner Mannschaft vom heimischen Publikum. Dabei überzeugten die Hausherren, die kurzfristig auf Christian Pake und Lars Halfmann verzichten mussten, nur bedingt. Den Remscheidern unterliefen in Halbzeit eins viele Fehler, die eine Pausenführung der Gäste ermöglichten. "Wir haben nicht clever genug gespielt", sagte Pütz, dessen Halbzeitansprache fruchtete. Die A-Jugendlichen Adrian Plesa und Florian Kinder debütierten dabei in der Landesliga und trugen sich direkt in die Torschützenliste ein.

HGR-Tore: Elbracht (7), Lüttger (5/1), Merckelbach, (4), Heinz (3), Uibel (3/3), Schickler, Kinder (je 2), Plesa (1).

TV Ohligs - HC Wermelskirchen 27:25 (11:17) - "Das war eine dreiste Frechheit", war HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo auch einen Tag nach der Niederlage seiner Mannschaft noch auf "180". Eine Halbzeit hatte der HCW den Gegner klar im Griff. Nach dem Seitenwechsel hätten die Solinger Schiedsrichter Burger/Schleuer in das Spielgeschehen eingegriffen, meinte der HCW-Coach. "Alles wurde gegen uns gepfiffen. Entscheidungen, die keinem Regelwerk unterliegen, wurden getätigt. Selbst den Ohligsern war es nach Spielende peinlich", sagte Rezaloo. Die Gäste verloren völlig den Faden und mussten sich am Ende knapp geschlagen geben.

HCW-Tore: Jedamzik (9), Tobolski (8/1), Thalmann (3), Empersmann (2), Cornelsen (2/2), Halbach (1).

HSG Radevormwald/Herbeck II - Bergischer HC III 27:35 (12:17) - Nun ist für die HSG auch jede theoretische Hoffnung auf den Klassenerhalt dahin: Die Heimniederlage besiegelte endgültig den Abstieg in die Bezirksliga. Bis zum 5:7 (16.) hielten die Gastgeber um den starken Ruben Molz gegen den nunmehr geretteten BHC dagegen. Dann ging es bergab. "Auch, weil in der Deckung die nötige Aggressivität fehlte", wie Trainer Torsten Fengler fand.

HSG-Tore: Jäschke (8), Killing (4), Hengstwerth (4/1), Molz, Unger (je 3), Förster (2), August (1).

TV Beyeröhde - Bergische Panther II 29:32 (15:16) - Nicht ganz leicht machten es sich die Panther bei ihrem Erfolg in Beyeröhde. Der erste Spielabschnitt verlief ausgeglichen. Beim 12:10 (20.) hatten die Panther die Nase vorn, kurze Zeit später gab es mit 15:13 (27.) die höchste Führung für die Hausherren. Die beste Phase hatte die Mannschaft von Spielertrainer Sendi Cestnik direkt nach der Pause, als sie den Vorsprung auf 24:20 (40.) ausbauen konnte. Viele leichte Fehler und Zeitstrafen verhinderten, eine frühere Entscheidung für die Gäste. "Eigentlich müssen wir eine solche Aufgabe auch mit spielerischen Mittel lösen können", kritisierte Cestnik.

Panther-Tore: Symannek (11), Lenhof (6), Adams (6/3), Grasekamp (4), Hallmann, Cestnik, B. Mauritz, Cromm, D. Jörgens (je 1).

HSG Radevormwald/Herbeck - DJK Styrum 34:33 (19:23) - Die Abwehr der Gastgeber fand im ersten Durchgang gegen den körperlich starken Gäste keine geeigneten Mittel. "Glücklicherweise lief es im Angriff", sagte HSG-Trainer Markus Eigenbrod, so dass seine Mannschaft nur mit vier Treffern Rückstand in die Pause ging. Als nach dem Seitenwechsel die Abwehr mehr und mehr Zugriff bekam, robbten sich die Bergstädter Tor um Tor heran und schafften drei Minuten vor dem Schlusspfiff beim 32:32 erstmals den Ausgleich. Für die beiden letzten HSG-Treffer zeichnete Marcel Dietzel, der vom Coach ein Sonderlob erhielt, verantwortlich. "Der Sieg war zwar glücklich, aufgrund der kämpferischen Leistung aber verdient", meinte Eigenbrod.

HSG-Tore: Koljkovic (9/6), Hasenburg (6), Breuer (5), Festag (4/2), Dietzel (3), Kirschsieper, Franken (je 2), Jonek, Sahan, Koch (je 1).

Quelle: RP
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