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Lokalsport
Adler dominieren in Neuenkamp

Remscheid. Handball-Oberliga: HGR unterliegt Spitzenreiter Königshof mit 21:27. Baier und Seher verletzten sich. Von Henning Schlüter

Als Harry Altena vor dem Spiel für seine langjährigen Dienste geehrt wurde, ahnte im Lager der HG Remscheid niemand, dass dies der freudigste Moment der Gastgeber an diesem Samstagabend in der Halle Neuenkamp bleiben sollte. Denn danach hatte nur noch die DJK Adler Königshof etwas zu feiern: Den völlig verdienten 27:21 (13:8)-Auswärtssieg wie die damit verteidigte Tabellenspitze mit jetzt 8:0 Punkten.

Im Remscheider Lager wirkten dagegen alle etwas zerknirscht. Das lag zum einen an einer über weite Strecken indiskutablen Angriffsleistung der Gastgeber, zum anderen aber auch an den personellen Umständen. Denn Tobi Uibel musste als wichtiger Bestandteil der 6:0-Deckung wegen einer Grippe passen, Lukas Pütz fehlte aus privaten Gründen. Und während der Partie verletzten sich auch noch Philipp Baier (Sprunggelenk) und Torhüter Christopher Seher (Oberschenkel).

So war dem Aufstiegsfavoriten nicht beizukommen - hätte man denken können. Aber irgendwie rieben sich die Zuschauer schon zur Pause erstaunt die Augen, dass der gefühlt haushohe Vorsprung der jungen, druckvoll aufspielenden Gäste lediglich fünf Tore betrug. Was allerdings damit zu tun hatte, dass auch die Mannschaft aus Krefeld im Abschluss nicht immer konsequent zu Werke ging.

Das hatte in der zweiten Halbzeit scheinbar Folgen. Zwar zog Königshof rasch auf 17:10 weg (36.), aber dann pirschte sich die HGR irgendwie wieder heran. Und beim 17:20 (48.) schien der Gast plötzlich zu wackeln. Aber dann hatten Niklas Lüttger und Dominik Voß zweimal die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Doch Paul Keutmann im Adler-Tor wehrte jeweils ab, und auf der Gegenseite erhöhte Tim Christall mit drei Treffern auf 23:18 (52.). Da war der Fisch endgültig zugunsten der Gäste geputzt, zumal sich die beiden Unparteiischen Bernd und Stephan Volmer auch nicht gerade den Ruf erwarben, besonders heimlastig zu entscheiden und in einigen Situationen in der Schlussphase mit ihrer Sichtweise schlicht falsch lagen.

Bei denen Adlern traf der Ex-Remscheider Luca Lewandowski übrigens fünfmal. Vollends glücklich ist er in seinem neuen Klub aber nicht. "Es ist schon traurig, dass ich im Training beim Fußballspielen neuerdings bei Alt kicken muss", grinste der 22-Jährige augenzwinkernd, "sonst fühle ich mich hier allerdings pudelwohl."

HGR-Tore: Saalmann (8), Steinhoff (4), Niese (3), Voß (2), Baier (2/2), Elbracht, Lüttger (je 1).

Quelle: RP
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