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Handball
Alles deutet auf ein Endspiel in Mettmann hin

Remscheid. Handball-Verbandsliga: HGR gewinnt beim Schlusslicht und schiebt sich auf Platz zwei vor. TuS kassiert derbe Klatsche. Von Henning Schlüter und Niklas Frielingsdorf

Niederbergischer HC - HG Remscheid 25:30 (12:16) - Zwei schwache Mannschaften, dazu zwei schwache Unparteiische - die Zuschauer hatten sich am Samstagabend im Nevigeser "Waldschlösschen" keine Partie ausgesucht, die in die Annalen eingehen wird. Am Ende freute sich die HGR, das dicke Brett irgendwie doch noch gebohrt und zwei Punkte mitgenommen zu haben. Damit hielt die Serie, 2016 noch ungeschlagen zu sein. Mehr Positives ereignete sich eigentlich nicht. Mund abputzen, nach Hause fahren, fertig.

Allerdings bot die Partie für Spielertrainer Lukas Steinhoff eine Menge Ansätze für die kommenden Trainingseinheiten. Warum es die Mannschaft nahezu über die gesamte Spielzeit nicht verstand, den kleinen Mittelmann des Tabellenletzten, Christian Wagner, in seinem Tatendrang und im Zusammenspiel mit dem künftigen Wermelskirchener Pascal Schusdzarra am Kreis zu beschneiden, war ebenso rätselhaft wie die vielen freistehend vergebenen Chancen. So hielten die Remscheider, die auf Luca Lewandowski (Schleimbeutelentzündung im Knie) verzichten mussten und bei denen Frederic Seifert bis zu seiner Daumenverletzung herausragte, die Gastgeber lange im Spiel (10:9; 26.), ehe ein Zwischenspurt kurz vor der Pause noch die klare Halbzeit-Führung bescherte. Danach plätscherte die Partie dahin, wobei der NHC den Gästen nie mehr so richtig gefährlich werden konnte. Pikant war höchstens noch ein "Phantomtor" der Gäste, das niemand in der Halle mitbekommen hatte, sowie der Umstand, dass Mettmann Sport im Topspiel die SG Überruhr mit 28:22 bezwang und damit die Tabellenführung übernahm - mit einem Punkt Vorsprung vor der HGR, die im letzten Saisonspiel nach Mettmann muss.

HGR-Tore: Seifert (7), Niese (6), Baier (5), Voß, Steinhoff (je 3), Pütz, Völker (je 2), Krajnik, Halfmann (je 1).

LTV Wuppertal - TuS Wermelskirchen 41:27 (21:12) - Die Blaugelben waren dem Team des ehemaligen Wermelskircheners Jens Buss vom Anpfiff an unterlegen. Über 0:3, 5:10 und 7:15 ging es für die Schützlinge von TuS-Trainer Braco Sladakovic mit einem schier aussichtslosen Neun-Tore-Rückstand in die Kabine. Niemand bei den Gästen brachte Normalform, so war die Begegnung bereits zur Pause entschieden. "Unser Trainer tut mir richtig leid. Wir setzen nichts von den Vorgaben um, er kann praktisch nur machtlos zusehen", sagte TuS-Spielmacher Jens Schnellhardt, der angefressen war. Durch die neuerliche Niederlage rutschen die Wermelskirchener in der Tabelle immer weiter ab und mussten nun auch die Wuppertaler vorbeiziehen lassen. "Bei uns ist scheinbar total die Luft raus. Ich bin mir nicht sicher, ob allen bewusst ist, dass wir uns mit unseren bescheidenen Leistungen in der Rückrunde alles kaputtmachen, was wir uns mit unserer guten Hinrunde erarbeitet haben", grantelte Schnellhardt weiter.

TuS-Tore: Rother (7), Schnellhardt, Irion (je 5), Sichelschmidt, Biesenroth (je 4), Niegetiet (2).

Quelle: RP
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