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Rollhockey
"Alles ist eine Frage der Einstellung"

Rollhockey: "Alles ist eine Frage der Einstellung"
Jonas Langenohl hütet für die IGR in Krefeld das Tor. FOTO: Moll
Remscheid. An die Meisterschafts-Partie der letzten Saison in Krefeld denkt Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid nicht gerne zurück. Lieber werden die Erinnerungen an den Sieg im Pokal-Halbfinale gepflegt. Von Henning Schlüter

Auf Wikipedia ist eben doch nicht immer Verlass. Unter dem Stichwort Sport in Krefeld heißt es dort: "Im Rollhockey spielen die Damen des Hülser Sportverein jeweils in der Bundesliga, auch die Herrenmannschaft war dort vertreten." War? Da hat die IGR Remscheid aber ganz andere Informationen im Gedächtnis abgespeichert: In der vergangenen Spielzeit ging die Mannschaft zum Bundesliga-Saisonauftakt beim HSV Krefeld mit 1:8 baden. Im Pokal-Halbfinale schufteten sich die Bergischen im April zu einem umkämpften 6:4-Erfolg, der das Tor zum späteren Final-Triumph in Herringen ebnete. Heute kommt es erneut zum Aufeinandertreffen: Um 18 Uhr (Bonhoefferstraße) gastiert die IGR am zweiten Spieltag der Bundesliga wieder beim HSV.

Nach dem "wegen der geringen Torausbeute etwas holprigen Start" (Trainer Marcell Weinberg), der aber immerhin in einen 7:3-Erfolg gegen den Valkenswaardse RC mündete, erwartet der IGR-Coach wieder kein Spiel für Ästheten: "In Krefeld ist es für alle Mannschaften immer schwierig", betont Wienberg. Der rutschige Hallenboden, die stimmungsvolle Kulisse und eine kampfstarke Mannschaft aus lauter Eigengewächsen erwarten die Gegner. Eine Mixtur, die auch der IGR - siehe vergangene Saison - nicht immer geschmeckt hat. Dass die Krefelder in ihrem Wohnzimmer ein "Angstgegner" für die Remscheider sind, mag Wienberg deswegen aber nicht erkennen: "Es ist alles eine Frage der Einstellung. Wenn die stimmt, kann man mit allen Umständen klarkommen."

Auch mit personellen Baustellen. Heute wird beispielsweise Keeper Moritz Kreidewolf aus beruflichen Gründen fehlen, der beim 1:8 im Vorjahr Garant dafür war, die die IGR nicht zweistellig unterging. Für ihn spielt Jonas Langenohl, dessen Backup Maurice Brockmann wird. Ebenfalls nicht dabei sind Yannic Brockmann (berufliche Gründe) und der noch verletzte Yannik Lukassen (erzielte beim 1:8 den Ehrentreffer). Eine Verschnaufpause gewährt Wienberg zudem Youngster Alex Ober nach dessen Galaauftritten bei der U 17-EM. "Wir wollen ihn nicht verheizen und haben da auch eine Fürsorgepflicht", sagt Wienberg, der dem Talent deswegen sowohl fürs Training als auch fürs Spiel heute frei gegeben hat. Wieder mit dabei ist hingegen Kapitän Yannick Peinke. Nachdem er die deutsche U 17-Nationalmannschaft gemeinsam mit Tobias Wahlen zu Platz vier bei der Europameisterschaft gecoacht hat, hat er in dieser Woche schon wieder mittrainiert und will dazu beitragen, die Hürde Krefeld zu nehmen.

Eine Hürde könnten zudem Auflagen sein, die die Krefelder zu beachten haben - und ihre Gäste auch: Musikinstrumente sind für Fans in der Halle ebenso untersagt wie Mittel für Spieler, die die Haftung auf dem rutschigen Boden verbessern.

Quelle: RP
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