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Motorsport
Audi, BMW, Mercedes, Porsche - Duell der Giganten am "Ring"

Remscheid. 160 Teams mit knapp 600 Fahrern treten beim 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife an. Von Jörg Ufer

Deutschlands größte Motorsport-Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus. Am kommenden Wochenende heißt es wieder "Ring frei" für die ADAC-24-Stunden auf dem Nürburgring. Auf der längsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt werden rund 160 Teams mit annähernd 600 Fahrern am Start sein.

Audi (drei Siege), Aston Martin, Bentley, BMW (19), Lexus, Mercedes-Benz (1), Nissan und Porsche (11) . . . Die Liste der in den Top-Klassen werksseitig engagierten Hersteller ist das "Who is who" des GT-Sports. Starke Privatteams sorgen für zusätzlichen Wettbewerbsdruck: Rund 40 Fahrzeuge starten in den Klassen der potenziellen Siegkandidaten. Besondere Würze erhält das Wochenende durch weltmeisterlichen Besuch: Die FIA-Tourenwagen-WM (WTCC) trägt am Samstag vor dem Start des 24-Stunden-Rennens zwei Läufe gemeinsam mit dem Tourenwagen-Europacup (ETCC) aus.

Schon im vergangenen Jahr ging der Eifel-Marathon so knapp aus wie nie zuvor: Gerade einmal 40,7 Sekunden trennten am Ende die beiden Erstplatzierten. Und alles deutet darauf hin, dass der Wettbewerb 2016 mindestens ebenso hart sein wird. Nach fast drei Dutzend Führungswechseln war es im Vorjahr der R8 LMS des Audi Sport-Teams WRT, der am Ende vor einem BMW von Marc VDS durchs Ziel ging. Die diesjährigen drei Rennen zur VLN-Langstreckenmeisterschaft sahen zwei Audi-Siege sowie einen BMW-Erfolg. Mercedes, BMW und Aston Martin folgten dichtauf.

Vorjahressieger Christopher Mies (Heiligenhaus) freut sich über die gute Frühform seines Arbeitgebers Audi. "Die Favoritenrollen nehmen wir gerne an. Unser Erfolg im vergangenen Jahr war hart erkämpft. Ich kann mich noch gut erinnern, wie eng es im letzten Stint zuging, als ich mit Maxime Martin gekämpft habe. Gott sei Dank ging der für uns gut aus."

Der 2015 knapp unterlegene Maxime Martin erinnert sich: "Es war wirklich ein extrem harter Fight mit Christopher. Am Ende lagen wir 40 Sekunden hinten. Nach einem 24-Stunden-Rennen mit diesem Abstand ins Ziel zu kommen -das ist schon verdammt eng. Bei diesem Rennen auf dem Podium zu stehen ist natürlich großartig. Aber wenn man so knapp hinten liegt, ärgert man sich schon ein wenig." Er und seine BMW-Markenkollegen können diesmal auf ein neues Arbeitsgerät vertrauen: den BMW M6 GT3, der in dieser Saison bereits einen starken Eindruck hinterließ.

Zum engen Favoritenkreis zählt in diesem Jahr auch Mercedes-AMG. Neun dieser brandneuen GT3 werden an den Start gehen - die Mehrzahl eingesetzt von Teams, die auf Werksunterstützung bauen können. Auch die Porsche-Teams können auf einen neuen Boliden vertrauen: Der 911 GT3 R soll bis zum Rennen in Hochform sein, um beim Fight um die Spitzenplätze mitzumischen.

Wie gewohnt, haben alle Hersteller in den bisherigen VLN-Läufen sowie in der Qualifikation nicht wirklich die Karten offen gelegt. Obwohl die meisten von ihnen mit neuen Fahrzeugen antreten, blieben die Rundenzeiten bislang noch hinter dem Vorjahresniveau mit den Vorgängermodellen. "Und kein Hersteller baut ein neues Auto, welches langsamer ist als das alte", hört man auch aus Kreisen des veranstaltenden ADAC-Nordrhein. "Wir sehen der Sache aber gelassen entgegen: In der Vergangenheit haben alle auf gleichem Niveau geblufft. Im Rennen passte es dann."

Quelle: RP
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