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Handball
Bergischer HC hat Remscheid im Visier

Handball: Bergischer HC hat Remscheid im Visier
Das neue Führungstrio der BHC Marketing GmbH: (v.l.) Frank von Behren, Jörg Föste und Philipp Tychy. FOTO: Rademacher
Remscheid. Der Handball-Bundesligist will in der Stadt präsenter werden. Frank von Behren verstärkt das Marketingteam. Von Thomas Rademacher und Michael In't Zandt

Der Bergische HC spielt in der "stärksten Handball-Liga der Welt", wie die Bundesliga bisweilen tituliert wird. In der vorigen Saison schaffte der Fusionsclub aus Solingen und Wuppertal den Klassenerhalt und will in der Eliteliga nun den nächsten Schritt machen. Dafür hat sich der BHC neu aufgestellt.

Neu im "Team hinter dem Team" ist Frank von Behren. Der ehemalige Kapitän der Handball-Nationalmannschaft ist seit dem 1. Juli bei der BHC Marketing GmbH eingestiegen und wird sich um die Partnerakquise im überregionalen Bereich sowie um die Entwicklung der Marktgebiete Haan und Hilden sowie Remscheid kümmern. Philipp Tychy übernimmt als bisheriger Marketing-Chef die Geschäftsführung von Jörg Föste, der zurück in den Beirat geht, aber kaufmännischer Leiter und erster Kontakt zur spielleitenden Stelle der Handball-Bundesliga bleibt. "Wir sind froh, mit Frank von Behren eine neue starke Kraft für den Bergischen HC gewonnen zu haben", meint Föste.

Eine Aufgabenverteilung auf mehrere Schultern ist schon deshalb sinnvoll, weil die Bedeutung des Handball-Bundesligisten in der vergangenen Saison nochmals gestiegen ist. Der Umsatz wurde im Zeitraum 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 um 16 Prozent im Vergleich zur Vorsaison gesteigert. Konkret nahm der Club 2,646 Millionen Euro ein. Davon entfallen 487 500 Euro auf den Ticketverkauf, 131 500 Euro auf TV-Gelder und etwas mehr als zwei Millionen Euro auf Sponsorengelder und andere Erlöse. "Mit unserem Anteil beim Ticketing liegen wir sehr weit unten in der Bundesliga. Auch das ist ein Zeichen, dass eine neue Heimspielstätte immens wichtig für uns ist", meinte Föste im Hinblick auf den geplanten Neubau. Wie hoch der Etat für die kommende Spielzeit sein wird, mochte der kaufmännische Leiter noch nicht sagen. Föste ließ aber dennoch keinen Zweifel aufkommen: "Wir werden finanziell auskömmlich ausgestattet sein".

Eine Verbesserung der Situation ist immer wünschenswert, weshalb Frank von Behren hinzukommt. Der 38-jährige Ex-Profi hat 2011 sein BWL-Studium mit Fachrichtung Sportmanagement abgeschlossen und seitdem bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt, etwa im Management von GWD Minden. "Den Anschluss an den Handball habe ich schon durch meinen Job als Kommentator bei Sky nie verloren", so von Behren. "Für mich war zudem immer klar, dass ich im Handball arbeiten will. Denn das ist mein Leben." Von Behren, der mit seiner Familie bald von Berlin ins Bergische ziehen möchte und sich bereits auf Wohnungssuche befindet, ist überzeugt vom Potenzial des BHC: "Diese Region ist Handball begeistert."

Um den Bekanntheitsgrad zu verbessern und attraktiv für überregionale Sponsoren zu werden, ist natürlich die Präsenz im TV entscheidend. Und da hat der BHC noch Defizite. "Mir war es vor den Gesprächen mit Jörg Föste gar nicht bewusst, dass der BHC in der vergangenen Saison nicht ein Mal bei Sport 1 gezeigt worden ist", meint von Behren. "Das ist natürlich ein Unding." Das Funktionsteam arbeitet bereits mit Hochdruck daran, dass sich die Situation ändert. Philipp Tychy hat bei einigen BHC-Sponsoren Vorarbeit geleistet. "Konkret geht es um zwei Partner, die in dem Bereich sehr aktiv sind und das Gespräch mit dem Sender und der Handball-Bundesliga (HBL) suchen", berichtet der frischgebackene Geschäftsführer. "Der Plan ist, durch eine etwaige Einbringung bei Sport 1 oder der HBL auch die Präsenz des BHC zu verbessern." Ob und in welchem Ausmaß das geschehen wird, steht noch nicht fest. Einige Spiele im TV würden den BHC als Marke freilich stärker etablieren.

In Solingen und Wuppertal ist der BHC in aller Munde. Das gilt nur bedingt für die dritte Stadt im Bergischen Land. "Die Resonanz in Remscheid ist enorm", erklärt Jörg Föste. "Wir wollen aber dort noch präsenter werden, auch im Stadtbild, und so auch dort ein Aushängeschild für den Profisport werden."

Quelle: RP
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