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Handball
Breuer und Bangert als Punkteretter

Remscheid. Handball-Landesliga: HSG und ATV holen mit dem Schlusspfiff noch ein Remis. HGR II entscheidet Derby klar für sich. Von Lars Faßbender, Niklas Frielingsdorf und Frank Lorenzet

HSG Radevormwald/Herbeck II - HG Remscheid II 14:28 (9:15) - Trainer Markus Pütz hatte bei seinem letzten Spiel auf der HGR-Bank einen ruhigen Nachmittag. "Es war ein Start-Ziel-Sieg", freute sich Pütz über die beiden Punkte zum Abschied. Bereits im ersten Durchgang stellten die Gäste die Weichen auf Sieg. Auch nach dem Seitenwechsel ließ die HGR den Bergstädtern keine Chance. "Wir haben viel ausprobiert, viel gewechselt und immer wieder mit unterschiedlichen Besetzungen gespielt. Das haben die Jungs wirklich gut gemacht", fand der scheidende Coach viel Lob für sein Team. Lediglich bis zum 9:13 gegen Ende der ersten Hälfte konnte die HSG das Derby noch in einem halbwegs erträglichen Rahmen gestalten. "Der Rest, vor allem die zweite Halbzeit, war dann schon desaströs und gar nicht das, was wir uns vorgestellt haben", gestand HSG-Trainer Torsten "Icke" Fengler ein. Im zweiten Abschnitt dauerte bis zur in der 42. Minute, ehe das bereits abgestiegene Schlusslicht erstmals wieder traf. "Die HGR hat verdient gewonnen. Aber daran, dass die Niederlage so hoch ausgefallen ist, hatten auch die Schiedsrichter einen Anteil. Denn die haben viele Situationen gegen uns gepfiffen", erklärte Fengler.

HSG-Tore: Jäschke (4/1), Hengstwerth, Koch (je 3), Molz (2), Unger, August (je 1). HGR-Tore: Elbracht (8), Merckelbach (5), Schmitt (3), Uibel (3/3), Heinz, Plesa, Kinder (je 2), Adamek, Plückebaum, Jähnichen (je 1).

ATV Hückeswagen - TV Beyeröhde 30:30 (14:17) - "Wir hatten das Spiel wohl im Kopf schon gewonnen", erklärte ATV-Trainer Sebastian Mettler und fügte hinzu: "Am Ende haben wir einen Punkt verschenkt, weil wir zu hektisch agiert haben." Damit spielte Mettler darauf an, dass seine Schützlinge nach einer schwachen ersten Hälfte in der 52. Minute erstmals ausgleichen und dann sogar mit 27:25 in Führung gehen konnten, diese aber aufgrund zu vieler Fehler schnell wieder aus der Hand gaben (29:30). Die letzten Sekunden der Partie spielten die Gastgeber ohne Torhüter und mit Daniel Bangert als siebtem Feldspieler. Ausgerechnet Bangert war es dann, der gegen die Gäste, die auch noch eine Zeitstrafe kassierten, per Abpraller noch den Ausgleich erzielte.

ATV-Tore: La. Frischmuth (9), Wilhelmy (7), Sielmann (3), Bangert, Marz, Lu. Frischmuth, Harnischmacher, Scheider (je 2), Moraczewski (1).

HSG Radevormwald/Herbeck - SG Unterrath 25:25 (14:12) - Erst Kevin Breuer bescherte der HSG mit dem Schlusspfiff durch einen direkt verwandelten Freiwurf noch einen Zähler. "Alles in allem war das Remis gerecht", fand HSG-Trainer Markus Eigenbrod, dessen Schützlinge über die gesamte Distanz nur beim 24:25 kurz vor Schluss hinten lagen. "Bis dahin haben wir immer wieder geführt, es aber verpasst, die Begegnung früher zu entscheiden", erklärte Eigenbrod. So konnten die Gäste trotz der Rückstände immer wieder zur HSG aufschließen und ließen sich nicht abschütteln. Julian Müller sah in der Schlussphase nach der dritten Zeitstrafe noch die Rote Karte.

HSG-Tore: Koljkovic (5/4), Franken,Kirschsieper (je 4), Hasenburg, Breuer (je 3), Sahan, Hackländer, Koch, Festag, Jonek (je 1).

Bergische Panther II - Ohligser TV 29:26 (17:9) - Mit einer überragenden ersten Halbzeit legten die Panther den Grundstein zu einem unerwarteten Heimsieg. Die Hausherren waren von Beginn an hochmotiviert, standen sicher in der Abwehr und setzten sich bis zur Pause deutlich ab. Als Ohligs die Abwehr umstellte, bekamen die Panther zunehmend Probleme. Beim 25:22 (55.) hätte die Partie noch einmal kippen können, denn die Panther waren zu diesem Zeitpunkt in doppelter Unterzahl. Doch während Timo Adams nervenstark einen Siebenmeter zum 26:22 verwandelte, scheiterten die Ohligser wenige Sekunden später von der Linie inklusive Nachwurf an Torhüter Benjamin Knopp. "Insgesamt bin ich zufrieden, nach der Pause haben wir allerdings die spielerische Linie verloren", kommentierte Cestnik.

Panther-Tore: Symannek (8), Lenhof (6), Adams (6/3), Jörgens (4), Gerlich, Radonjic, Liedtke, Cromm, Grasekamp (je 1).

HC Wermelskirchen - TSV Aufderhöhe II 28:21 (12:9) - Nur in der Anfangsphase hatten die Gastgeber Probleme und liefen einem 0:2-Rückstand hinterher. "Danach haben wir den Gegner dominiert und in jeder Phase im Griff gehabt", sagte HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo. Nach dem Seitenwechsel bauten die Wermelskirchener ihre Führung kontinuierlich aus, verpassten es aber, die vielen sich bietenden Chancen in Tore umzumünzen. "Die Chancenauswertung war nicht gut, sonst habe ich nichts zu bemängeln", meinte Rezaloo schmunzelnd.

HCW-Tore: Tobolski (8), Cornelsen (7/1), Jedamzik (6), Volkmann (4), Empersmann (2), Napiwotzki (1).

Quelle: RP
 
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