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Rollhockey
Bundesliga und Pokal - die IGR gibt es im Doppelpack

Remscheid. Rollhockey: Samstag geht es in Hackenberg gegen Meister Iserlohn um Punkte, am Sonntag in Schwerte um Pokalehren. Von Henning Schlüter

Das ist mal 'ne Bandbreite: Vom amtierenden Meister bis zum Zweitliga-Schlusslicht reichen die Aufgaben für die IGR Remscheid beim Doppelpack am Wochenende. Am Bundesliga-Samstag gastiert um 15.30 Uhr die ERG Iserlohn in der Halle Hackenberg, Keine 27 Stunden später (18 Uhr) gastieren die Remscheider im Pokal-Achtelfinale beim ERSC Schwerte.

Beide Aufgaben haben aber dennoch etwas gemeinsam: den Kampf um den Einzug in den Europapokal. Der kann in der Liga gelingen, wenn die IGR - wie aktuell - mindestens Platz sechs belegt. Der könnte aber auch über den Einzug ins Pokalfinale gefeiert werden. Und das ist nicht völlig utopisch.

Aber der Reihe nach. Erst einmal bekommen es die Schützlinge von Trainer Marcell Wienberg mit den Iserlohnern zu tun, die beim "Unternehmen Titelverteidigung" als Tabellenzweiter drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Herringen haben und denen zudem die punktgleiche RESG Walsum auf den Fersen ist. Für beide Mannschaften steht also viel auf dem Spiel.

"Der Ball liegt bei Iserlohn. Sie sind der Favorit", sagt Wienberg, der sich in der Außenseiter-Rolle wohlfühlt, sich aber nicht in ihr suhlt. Denn schon im Hinspiel (0:3) spielte die IGR auf Augenhöhe mit. Jetzt kommt die zurückgewonnene Heimstärke als Pluspunkt für die Remscheider hinzu.

"Wenn wir mit derselben Einstellung ins Spiel gehen, wie in den Duellen gegen Walsum oder Darmstadt, dann haben wir auch gegen Iserlohn eine realistische Chance", findet der IGR-Coach. Man werde dem Gast aus dem Sauerland, der ohne den gesperrten Sergio Perreira kommt, "garantiert nicht" ins offene Messer laufen und etwas abwartender beginnen. "Aber wir werden uns auch nicht verstecken", verspricht Wienberg. Schließlich ist die Tabellensituation verlockend, denn Erzrivale und Mitstreiter um Platz sechs, der RSC Cronenberg, spielt erst am Sonntag. Sollte der IGR gegen Iserlohn ein Coup gelingen, würde sich der Abstand auf die Wuppertaler zumindest kurzzeitig auf fünf Punkte vergrößern - und den RSC gegen Calenberg unter Druck setzen.

Aber da ist ja auch noch der Pokal-Wettbewerb. Den sehen Manche etwas stiefmütterlich an, doch er birgt eben auch die Chance auf die Teilnahme am internationalen Geschäft. Und das wäre bereits mit dem Erreichen des Endspiels geschafft. In dieser Hinsicht hat die IGR gute Karten. Denn bei allem Respekt: Die Aufgabe im Achtelfinale am Sonntag in Schwerte sollte auch mit müden Beinen zu lösen sein. Wenn es so kommt, würde im Viertelfinale die RESG Walsum in Hackenberg als Gegner warten. Dass die IGR den Rekordmeister in eigener Halle bezwingen kann, hat sie in der Liga Anfang des Monats beim 7:4-Erfolg bewiesen. Würden die Remscheider auch diese Hürde überstehen, käme es im Halbfinale zum Duell beim Sieger der Begegnung RSC Chemnitz gegen HSV Krefeld. Beide zählen nicht zu den Schwergewichten in der Rollhockey-Welt. Und so könnte es ins Finale gehen, in dem bereits Europapokal-Luft weht.

Personell hat die IGR am Wochenende übrigens keine Sorgen. Alle Akteure sind fit. Und demnächst soll auch Nachwuchs-Talent Alexander Ober nachgemeldet werden, der theoretisch ab der Partie gegen Valkenswaard spielberechtigt wäre.

Quelle: RP
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