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Handball
Das rote Herz wandert ins "Upper Valley"

Remscheid. Handball: Bei der vierten Auflage des Soldaten-Cups setzt sich der Favorit durch. Spaß stand für alle im Vordergrund. Von Lars Faßbender

"Einfach jede Menge Spaß." Das hatten die Teilnehmer am Samstag bei der vierten Auflage des "Bergische-Soldaten-der-Liebe-Cups" in der Halle Neuenkamp. Dabei sicherte sich das bereits vor dem Start des Mix-Turniers als Favorit gehandelte Team "K(h)ometen Upper Valley" den Titel und darf ein Jahr lang die begehrte Trophäe, das Rote Herz mit Hammer und Sichel, behalten. Dazu gab es als Prämie einen Reisegutschein über 500 Euro. "Dieser darf aber nur für die Mannschaftstour nach Mallorca benutzt werden", scherzte Mitorganisator Daniel Schnellhardt bei der Siegerehrung.

Das Finale war spannend bis zuletzt. Zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff markierte K(h)ometen-Kapitän Gudio Cassel den Siegtreffer gegen das "Team Vollack". "Das war überwältigend", fand Cassel, dessen Team es sich im Laufe des Turniers sogar leisten konnte, ohne männliche Feldspieler aufzulaufen und mit Kirsten Buiting die beste Werferin hatte. Aber auch das "Team Vollack" um den ältesten Akteur Heiko Hensing (43) und Bastian Schlierkamp vom Drittligisten SG Ratingen wusste das Publikum zu beeindrucken: Kaum eine Mannschaft erzielte mehr Kempatore als die "Oldies" um Boban Koljkovic und den Damen des TuS Wermelskirchen mit Annika "Vossi" Grugel. "Das Turnier ist für uns eine Pflichtveranstaltung und Mega-Gaudi", waren sich alle einig.

Sportlich enttäuschend zeigten sich abermals die gastgebenden "Soldaten". Sie belegten nach dem Sieg gegen das "Bergische Wolfsrudel" nur den siebten und damit vorletzten Platz. "Wir sind eben gute Gastgeber", nannte Soldat Markus Mangold die Gründe und sah "ausnahmslos lachende Gesichter". Einen weniger sportlichen Schwerpunkt legte das "Wolfsrudel" mit dem Wermelskirchener Markus "Hubba" Sauerbaum: "Wir sind zum Feiern hier und werden dies bis spät in die Nacht fortsetzen." Was sie auch bei der anschließenden Party in der "Erlebbar" bewiesen.

Für Soldaten-Mitgründer Alexander Zapf war es ebenfalls eine "rundum gelungene Veranstaltung", wenngleich die Zuschauerzahlen ein wenig zurückgegangen sind. "Es ist toll, dass viele Mannschaften immer wiederkommen und freundschaftliche Verhältnisse daraus entstanden sind", so Zapf.

Den treuesten Fan hatten die "Chicks with Dicks", dennen der drei Jahre alte "Django" alle vier Pfoten drückte. Die einstige Cup-Gewinner belegte diesmal Platz drei. Für "Frauchen" Lisa Carlucci, die für die HSG Radevormwald/Herbeck sonst in der Oberliga auf Torejagd geht, stand dabei aber besonders der Spaß im Vordergrund: "Hier kann man befreit aufspielen und hat eine tolle Abwechslung zur Meisterschaft."

Der mit 66 Jahren älteste Teilnehmer war übrigens Klaus Bähr. Der erfahrene Schiedsrichter war darauf sichtlich stolz: "Ich wurde extra für das Turnier angefordert und verspreche bis 70 weiterzumachen." Dabei lobte er die Akteure: "Im Gegensatz zum Ligaalltag geht es hier lockerer zu und alle Entscheidungen werden akzeptiert."

Auch für Leah Schmidt war es ein besonderer Tag. Die erst Siebzehnjährige spielte mit ihren Geschwistern Sarah und Nils in einem Team: "Wann hat man sonst dazu die Gelegenheit?", lachte die A-Jugendliche von Bayer Leverkusen.

Die wohl anstrengendste Aufgabe hatte Bastian Römmler. Acht Stunden lang versorgte der "Soldat" alle Anwesenden mit Grillwürstchen und hatte dazu eine weitere wichtige Aufgabe: "Als DJ Grillwurst bin ich außerdem für die Partymusik vor der Halle zuständig."

Für Organisator Daniel Schnellhardt stand nicht nur deshalb abschließend fest: "Auch der fünfte Bergische-Soldaten-der-Liebe-Cup wird ausgetragen."

Quelle: RP
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