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Handball
Daumendrücken für die lieben "Badboys"

Remscheid. Was für eine Europameisterschaft, was für ein Erfolg. Die deutsche Nationalmannschaft ist Europameister und auch das Bergische Land hat ausgiebig mitgefeiert.

Hupkonzerte und Autokorsos wie bei den Fußballern gab's zwar nicht wirklich. Da haben die Kicker noch deutlich die Nase vorne. Aber gemeinsam ihrem Team die Daumen zu drücken und am Ende den Titel zu feiern - das können die Handballer schon lange. Nicht nur in den Hochburgen im Norden, auch in der Region.

Beispielsweise in der Vereinsgaststätte des Remscheider TV. Vom ersten deutschen Spiel an wurde an der Theodor-Körner-Straße vor dem Bildschirm mitgefiebert, und auch gestern waren wieder rund 30 Fans gekommen, um die DHB-Youngster anzufeuern. Ähnlich viele waren es auch in Wermelskirchen im "Haus Eifgen". Das dortige Rudelgucken wurde nach dem Finaleinzug relativ spontan organisiert, auch die am Vortag im Spitzenspiel siegreichen Verbandsliga-Handballer der HG Remscheid waren gekommen. Sie fühlten sich übrigens im Finale beim überraschend klaren Vorsprung der Schützlinge von Dagur Sigurdsson an ihren deutlichen Erfolg in Überruhr erinnert, und so mancher unkte schon vor dem Seitenwechsel gegen Spanien: "Das riecht nach einem 30:14-Sieg."

Optimistisch und am Ende euphorisch waren die Tage der Handball-EM auch ein paar Meter weiter. In der Bergischen Sportarena waren es vor allem Nachwuchs-Handballer des JHC Wermelskirchen, die vor der Großbildleinwand Nachhilfeunterricht der besonderen Art bekamen - Nachahmen ausdrücklich erwünscht.

Eher traurige Gesichter gab es derweil in der Wermelskirchener Gymnasium-Halle. Der TuS Wermelskirchen konnte das Verbandsliga-Heimspiel gegen die Cronenberger TG nicht verlegen und musste deswegen notgedrungen gegen den Nachbarn aus Cronenberg ran. Nach dem Motto "Wenn wir schon spielen müssen, dann holen wir uns gefälligst auch die Punkte" gewannen die Blau-Gelben am Ende mit 34:28. Und das nicht mal vor einer Geisterkulisse: Gut 30 Zuschauer - immerhin - waren aus beiden Lagern gekommen, um ihre Mannschaften zu sehen. Das waren die echten Hardcore-Fans . . .

(HS)
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