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Rollhockey
Der "Bergische Löwe" bleibt in Frankreich

Rollhockey: Der "Bergische Löwe" bleibt in Frankreich
Einen Schluck auf den Abschied: Patrick Nikolajko (3. v. re.) und seine inzwischen ehemaligen Teamgefährten. FOTO: Moll
Remscheid. Rollhockey: SCRA verteidigt Titel beim Turnier der IGR Remscheid. Abschiedsspiel für Patrick Noikolajko. Von Henning Schlüter

Sie hätten den Wander-Pokal auch gleich zu Hause lassen können: Der französische Rollhockey-Erstligist SCRA St. Omer war bei internationalen Turnier der IGR Remscheid am Wochenende erneut das Maß der Dinge. Der Klub vom Pas de Calais dominierte das Teilnehmerfeld eindeutig und verteidigte damit den im Vorjahr gewonnenen "Bergischen Löwen". Im Endspiel setzten sich die Franzosen mit 7:2 gegen den RSC Cronenberg durch. Die IGR Remscheid wurde Vierter nach einer 2:5-Niederlage im Spiel um Rang drei gegen den Deutschen Meister ERG Iserlohn.

Remscheids Trainer Marcell Wienberg war angesichts der Umstände mit dem Erreichten durchaus zufrieden. "Die Vorbereitung verlief bisher etwas holprig", sagte der Coach. Verletzungen (unter anderem die von Yannik Lukassen), Abwanderungen (Daniel Leandro spielte bereits für seinen neuen Klub RSC Cronenberg) oder andere Umstände (Torhüter Moritz Kreidewolf konnte beruflich bedingt nur am Samstag dabei sein; Yannick Peinke und Alex Ober sind derzeit bei der U 17-Europameisterschaft im Einsatz) machten den Gastgebern auch am Wochenende das Leben schwer. "Trotzdem war es eine Woche vor dem Saisonstart der Bundesliga gegen Valkenswaard noch mal ein guter Test", befand Wienberg hinterher.

Auch der IGR-Vorsitzende Georg Feldhoff war zufrieden, sich im Ringen um die Zuschauergunst gegen Lenneper Altstadtfest und - am Samstag - strahlenden Sonnenschein und jeder Menge Draußen-Aktivitäten behauptet zu haben: "Das ist das größte internationale Turnier in Deutschland und hat auch von der Qualität einen großen Stellenwert."

Eingebettet in das Turnier war der Abschied eines verdienten Spielers: Patrick Nikolajko bekam am Samstagabend bei tropischen Temperaturen in der Halle Hackenberg sein Abschiedsspiel. "Mit 34 Jahren und nach 28 Jahren Rollhockey muss mal Schluss sein", sagte Nikolajko, der sich sein Team gegen eine Auswahl der IGR selbst zusammengestellt hatte - und dabei auch seinen Sohn Lennard berief. "Lenni" klaute dem Herrn Papa, der zwei Treffer erzielte, gleich die Schau und sorgte beim 10:4-Erfolg der Nikolajko-Auswahl für drei Tore.

IGR-Vorsitzender Georg Feldhoff, der dem scheidenden Spieler im Namen des Vereins ein großes Bild schenkte, erinnerte daran, dass Nikolajko mit dem Klub "durch viele Höhen und Tiefen gegangen" sei und ergänzte: "Wir waren immer stolz, dass Du einer von uns warst." Das wird Nikolajko bleiben: Ab dem nächsten Jahr darf er ja auch in der Ü 35 der IGR spielen.

Quelle: RP
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