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Rollhockey
Der Bergische Löwe brüllt weiter am Pas-de-Calais

Remscheid. Rollhockey: St. Omer gewinnt erneut das Turnier der IGR. Gastgeber werden Vierter. Abschiedsspiel für Schinkowski. Von Henning Schlüter

Der Plan ging schief. Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid wollte beim eigenen Turnier um den "Bergischen Löwen" die Trophäe nach Hause holen, musste sich aber am Ende mit Platz vier bescheiden. Der "Löwe" ging vielmehr an Titelverteidiger SCRA St. Omer aus Frankreich, der sich im Endspiel gegen den TuS Düsseldorf-Nord mit 4:2 nach Penaltyschießen durchsetzte. Der IGR blieb nur das kleine Finale, in dem es ein 2:5 gegen den Deutschen Meister ERG Iserlohn gab.

Die erhoffte Finalteilnahme verspielte die IGR bereits am Samstag gegen den Nachbarn aus Düsseldorf. Eine 4:0 (!)-Pausenführung reichte nicht zum Sieg, am Ende hatte der TuS mit 6:5 gewonnen. "Da fehlte hinten raus die Kondition und damit auch die Konzentration", fand IGR-"Trainager" Marcell Wienberg, der mit dem Turnierverlauf - in der Vorrunde gab's zudem knappe Siege gegen den HC Palau/Spanien (3:2) und die französische U 17-Nationalmannschaft (2:1) - dennoch zufrieden war: "Das war eine gute Gelegenheit, im Training erarbeitete Dinge umzusetzen und sich für die Bundesliga einzuspielen." Noch nicht ganz zufrieden war Wienberg mit den Laufwegen in der Offensive. "Daran werden wir weiter arbeiten", versprach er.

Gelegenheit dazu hat die IGR bereits am kommenden Wochenende. Dann geht es als Titelverteidiger zum Turnier nach Wimmis in die Schweiz. Allerdings fehlen dort einige Akteure, darunter Kapitän Yannick Peinke, der einen lange geplanten Verwandschaftsbesuch in den USA antritt und auch in den ersten beiden vorverlegten Bundesliga-Spielen (gegen Krefeld und Herringen) nicht dabei sein wird. In Wimmis werden daher auch die Nachwuchsspieler Joshua Dutt und André-Pascal Weber die Chance bekommen, Senioren-Luft zu schnuppern.

Ein Höhepunkt des Turniers war das Abschiedsspiel von Marc Schinkowski am Samstagabend. Gegen das Bundesliga-Team der IGR hatte er unter anderem Jan Velte, Marcus Franken, Dominik Brandt oder Marc Wochnik mobilisiert. Am Ende gewann das "Team Schinki" mit 7:5, wozu Schinkowski zwei Treffer beisteuerte. "Das war ein sehr schöner Abschied", fand der 31-Jährige, der neben Blumen und einem signierten IGR-Trikot auch einen Rollator (!) bekam - als Anspielung auf seine schwere Verletzung, die ihm nach wie vor auch im Alltag große Schmerzen bereitet.

Quelle: RP
 
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