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Aus Den Vereinen
DM-Bronze für Henning, Formation wird Vierte

Remscheid. Rollkunstlauf: Lena Henning vom Remscheider TV landet trotz fehlender Trainingsmöglichkeiten in der Kombination auf Rang drei. Von Henning Schlüter

Riesenerfolg für die Rollkunstläufer des Remscheider TV: Bei der Deutschen Meisterschaft in Kiel holte sich Lena Henning in der Kombination (Pflicht, Kurzkür und Kür) den dritten Platz, zudem rollte die von RTV, SSG Ronsdorf und RT Velbert gebildete große Formation als "Magic Team" auf den vierten Rang. Was die Erfolge noch nachhaltiger macht: Wie schon in den Vorjahren stand die Halle Hackenberg in den Sommerferien zum Training nicht zur Verfügung. Lena Henning und die anderen RTV-Läuferinnen mussten also "auswärts" trainieren. Man stelle sich vor, die BVB-Fußballer müssten zwangsweise auf dem Trainingsgelände des Nachbarn Schalke üben. Unvorstellbar, bei den Rollkunstläufern aber fast schon Normalität.

Gegendreier, Rückwärts-Schlingenparagraph - was klingt wie Themen eines Jura-Seminars, sind beim Rollkunstlauf Figuren aus der Pflicht, die Lena Henning bei der DM im hohen Norden zu absolvieren hatte. Bei der Auslosung der zu laufenden Bögen hatte sie etwas Pech, denn gerade der Rückwärts-Schlingenparagraph gilt als einer der schwierigsten Bögen. Henning meisterte ihn aber gut und landete schließlich mit 143,7 Punkten auf dem achten Platz.

Dann startete sie die Aufholjagd. In der Kür griffen die Wertungsrichter bei allen Läufern hart durch, auch der nur knapp eineinhalbmal gedrehte Doppel-Axel der Remscheiderin wurde nicht gewertet. Aber Henning behielt die Nerven, zeigte viele gelungene Pirouetten und unter anderem auch einen sauber gesprungenen Dreifach-Salchow. Das zahlte sich aus: In der Kürwertung (Kür und Kurzkür) kam Henning auf Platz vier, und in der Summe bedeutete das Bronze in der Kombinationswertung. Damit unterstrich die 21-Jährige, dass sie eine der wenigen Rollkunstläuferinnen in Deutschland ist, die in der Meisterklasse sowohl in der Pflicht als auch in der Kür Höchstleistungen zeigen können.

Der Erfolg von Lena Henning stachelte zum Abschluss der Meisterschaft auch das "Magic Team" an. Die Startgemeinschaft wurde erst im Januar gegründet und hatte sich mit dem zweiten Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft überraschend für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Die Neulinge hatten als NRW-Vertreter gegen die Formationen der anderen Bundesländer naturgemäß einen schweren Stand, aber mit einem beinahe fehlerfreien Vortrag gelang der unerwartete Sprung auf Rang vier - nur knapp hinter dem Bronze-Platz. Dementsprechend wurde bis in die Nacht hinein gefeiert, ehe sich der Blick auf die kommenden Ereignisse richtete. Denn für die ersten Läuferinnen beginnt bereits in dieser Woche wieder das Training für die kommenden Wettkämpfe in der Halle Hackenberg.

Quelle: RP
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