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Tennis
DM ohne Remscheider Beteiligung

Tennis: DM ohne Remscheider Beteiligung
Vergeblich gestreckt: Christian Schäffkes, die Nummer zwei der Remscheider, fand gegen Rudolphe Gilbert überhaupt nicht ins Spiel und unterlag dem Franzosen klar in zwei Sätzen. FOTO: Moll (4)
Remscheid. Tennis: Die Herren 40 von Rot-Weiß verlieren das Finale um die Westdeutsche Meisterschaft in Gürzenich mit 4:5. Von Michael In't Zandt

Die geplante Reise nach Berlin fällt für die Herren 40 des SC Rot-Weiß Remscheid flach. Im entscheidenden Spiel um die Westdeutsche Meisterschaft unterlagen die Remscheider bei der TG Gürzenich-Wald mit 4:5 und mussten den Gastgebern das Ticket für die Deutsche Meisterschaften in der Bundeshauptstadt überlassen.

Ausschlaggebend waren die Einzel. Bereits nach der ersten Runde lagen die Remscheider 0:3 hinten. Ralph Träger an Position sechs verlor glatt mit 0:6 und 1:6 gegen Lionnel Barthez, einem von vier Franzosen im Team der Gastgeber. "Damit hatten wir gerechnet", meinte RW-Kapitän Bernd Königsmann. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war die klare Zweisatz-Niederlage von Christian Schäffkes, der an Position zwei spielte, gegen Rudolphe Gilbert. Der Franzose bestach durch sein kompromissloses Spiel und ließ bei seinem 6:3- und 6:2-Erfolg den Remscheider überhaupt nicht ins Spiel kommen. "Auf diesen Punkt hatten wir spekuliert", sagte Königsmann. Diesen hätte beinahe Frank Potthoff geholt, der gegen Robert Orlik allerdings unglücklich mit 5:10 im Champions-Tiebreak unterlag.

Wollte gar nicht mehr hinschauen: RW-Top-Spieler Dick Norman. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)

Entsprechend unter Druck standen Karsten Braasch, Bart Beks und Dick Norman. "Katze" Braasch schürte mit seinem Zweisatz-Sieg (6:1, 6:4) gegen den Österreicher Georg Mandl die Hoffnungen, doch noch mit einem 3:3 in die entscheidenden Doppel zu gehen. Beks sorgte dann durch einen 6:4- und 6:3-Erfolg über Jacques-Olivier Moers für den Anschluss. Doch dann musste sich Remscheids Nummer eins, Dick Norman, dem Franzosen Arnaud Magnin in zwei Sätzen mit 3:6 und 3:6 geschlagen geben. Dabei stellte der Franzose eindrucksvoll unter Beweis, warum er Weltmeister in seiner Altersklasse ist.

Mit dem 2:4-Rückstand nach den Einzeln (Königsmann: "Schlechter hätte es kaum laufen können.") war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Denn alle drei Doppel zu gewinnen, ist kaum möglich. Dennoch versuchten die Remscheider alles. Christian Schäffkes und Karsten Braasch sorgten mit einem glatten 6:3 und 6:2 gegen Moers/Orlik für das zwischenzeitliche 3:4, und auch Dick Norman und Christian Potthoff lagen gegen Magnin/Mandl auf Kurs und siegten schließlich mit 6:0 und 7:6.

"Katzenfaust": Karsten Braasch sorgte mit seinem Sieg wieder für Hoffnung. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)

Das dritte Doppel bildeten Bart Beks und Dr. Henner Blase, die vor zwei Jahren an gleicher Stelle schon einmal den entscheidenden Punkt zum Sieg geholt hatten. Während alle anderen Partien harmonisch verliefen, ging es bei diesem Match hitzig zu, als bei Stand von 3:4 im ersten Satz die Meinungen stark auseinandergingen, ob der Ball innerhalb oder außerhalb des Feldes war. Nach emotional geführter Diskussion musste schließlich sogar der Oberschiedsrichter eingreifen und die Gemüter beruhigen. Zu allem Überfluss knickte Blase auch noch mit dem Fuß um, biss aber auf die Zähne und brachte die Partie noch zu Ende. Unter dem Strich hatten Beks/Blase aber keine Chance gegen das französische Duo Gilbert/Barthez und verloren mit 3:6 und 1:6. "Die haben nicht einmal dran geschnuppert", meinte RW-Spieler Frank Piesker.

Quelle: RP
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