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Motorsport
Doppelt gelungener Saisonauftakt für Andre Kuhn

Remscheid. Der Radevormwalder feiert auf dem Nürburgring zunächst Platz zwei bei der RCN und holt dann einen Klassensieg. Von Jörg Ufer

Andre Kuhn ist gut in die neue Motorsportsaison gestartet. Beim Saisonauftakt zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring fuhr der Radevormwalder auf den zweiten Platz in seiner Klasse. Alle anderen heimischen Teams wurden nicht gewertet.

Wechselnde Witterungsbedingungen kennzeichneten den ersten RCN-Lauf. War es während der Startaufstellung noch trocken, so setzte in der ersten Runde Regen ein. Während der gesamten 13 Runden-Distanz auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife gab es immer wieder abwechselnd Regenschauer und Sonnenschein.

Kuhn und sein unter dem Pseudonym "Suger Mountain" fahrender Teamkollege teilten sich die Lenkradarbeit im Porsche 911 Carrera aus dem Black Falcon-Team. Neben dem zweiten Platz bei neun Startern in der Klasse der Produktionswagen bis 3500 ccm fuhr das Duo auf den 14. Gesamtrang im Feld der 193 Starter. "Das war ein guter Saisonauftakt", freute sich Kuhn.

Drei der vier weiteren bergischen Teams wurden Opfer der maximalen Fahrzeit von 190 Minuten. Darüber war vor allem Niklas Steinhaus sauer. "Bei dem Wetter und den zahlreichen Reifenwechseln brauchten viele Teams halt länger, vor allem kleine und PS-schwache Serienwagen. Die Strafpunkte für eine zu lange Startrunde wurde gestrichen, die Wertungsausschlüsse für das Überschreiten der gesamten Fahrzeit aber nicht. Das finde ich unfair." Steinhaus und sein Teamkollege Christopher Rink (Frankfurt) wären mit dem BMW 325i eigentlich in ihrer Klasse Zweiter geworden.

Auch die fünf Remscheider wurden nicht gewertet. Zu langsam waren Patrick Lambeck/Andreas Gallinger im Toyota GT86 sowie Ulf Giljohann (Toyota Yaris). Eine Runde zuviel drehten Jochen Schwerdtfeger/Wences Delgado mit dem Opel Astra OPC.

Nur einen Tag nach dem zweiten Rang beim RCN-Lauf feierte Kuhn den nächsten Erfolg auf dem Nürburgring. Beim 24h-Quali-Rennen lenkte der Radevormwalder einen Porsche 911 Carrera zum Klassensieg. Nicht zum Fahren kam dagegen Mike Stursberg.

Kuhn und sein Teamkollege Aurel Schoeller (Bornheim) leisteten dabei am Steuer des Black Falcon-Porsche 911 Carrera Schwerstarbeit. Beim sechs Stunden langen Rennen bildeten die beiden nur ein Duo, denn der etatmäßige dritte Fahrer musste kurzfristig absagen. "Es war ein reibungsloses Rennen mit sehr viel Fahrzeit. Nach der Winterpause bin ich wieder richtig gut reingekommen, und wir waren fehlerfrei von Anfang bis Ende", freute sich der 46-Jährige. Die beiden steuerten nicht nur den besten Produktionswagen des gesamten Feldes, sondern kamen auch noch auf den 30. Gesamtrang von 72 Startern. "Jetzt freue ich mich auf die 24 Stunden Ende Mai. Vielleicht können wir unseren Klassensieg aus dem Vorjahr verteidigen."

Eine Fortsetzung der Pechsträhne erlebte dagegen Mike Stursberg. Zusammen mit Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim) und Jochen Krumbach (Eschweiler) wollte sich der Wermelskirchener am Steuer des WTM-Porsche 911 GT3-R abwechseln. Doch Startfahrer Krumbach kam schon in der Einführungsrunde beim Reifenwarmfahren von der Bahn ab und krachte in die Leitplanken. Dabei wurde die Hinterachse irreparabel beschädigt. Teamchef Olaf Manthey nahm seinen Fahrer in Schutz: "Das ist mir in der DTM und Alain Prost auch schon in der Formel 1 passiert. Jochen ist stocksauer auf sich selbst."

Quelle: RP
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