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Rollhockey
Ehrung für die Pokalhelden

Rollhockey: Ehrung für die Pokalhelden
Sie sind ein Team: die Pokalsieger der IGR Remscheid. Aus unterschiedlichen Gründen fehlen auf dem Foto Max Richter, Patrick Nikolajko, Marcel Pieper. FOTO: moll
Remscheid. Rollhockey: Empfang der Stadt für die IGR Remscheid. Ullrich pfeift bei der EM. Drei Spieler in U 15-Nationalmannschaft. Von Henning Schlüter

Zweieinhalb Wochen nach dem 7:3-Coup in Herringen lief der Final-Film noch mal in aller Ausführlichkeit vor den inneren Augen ab. Der 15. Mai mit seinen kleinen Tiefs, aber den noch viel höheren Hochs. Die Kulisse, der Jubel, als es dann unerwartet doch mit dem Triumph geklappt hat. Die ausgiebigen Sekt- und Bierduschen, der rasierte "Vize" Carl-Heinz Federowsky - und die lange Nacht danach, in der der deutsche Rollhockey-Pokal wie ein heiliger Gral von Hand zu Hand wanderte und sich vor lauter Umarmungen und Küssen kaum retten konnte. Alle diese Erinnerungen wurden wieder wach, als die Bundesliga-Mannschaft der IGR Remscheid gestern zum Empfang des Oberbürgermeisters ins Rathaus geladen war und sich dabei - mal wieder - ins Goldene Buch der Stadt eintragen durfte.

Vertreter von Verwaltung, Politik und Sportbund waren zu Ehren der IGR in den großen Sitzungssaal gekommen. Den hatte ein Rollhockey-Team zuletzt vor 22 Jahren von innen gesehen. Damals als Deutscher Meister. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sagte: "Lassen Sie sich nicht noch mal so viel Zeit für eine Ehrung." Und er versprach: "Wenn Sie als Meister wiederkommen, gibt es hier 'ne große Party."

Zugleich verwies Mast-Weisz darauf, dass die IGR "den Namen Remscheids national und international weit über die Grenzen der Stadt hinaus trägt" und mithin "ein wichtiger Botschafter der Stadt" sei.

Den dornenreichen Weg dahin skizzierte der IGR-Vorsitzende Georg Feldhoff. Er verwies darauf, dass der Verein Ende der 90er Jahre beinahe am Ende gewesen sei. Auch heute sei die IGR "ebenso wie die Stadt noch arm, wie eine Kirchenmaus". Aber mit dem nötigen Willen, einem guten Konzept und einem Schuss Selbstvertrauen, habe man gezeigt: "Remscheid kann gut sein." Dies, so Feldhoff, sei ein Signal für die Stadt.

IGR-Kapitän Yannick Peinke, der seit dem Finale an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert, überreichte dem Oberbürgermeister zunächst einen blau-weißen Fan-Schal und erinnerte dann an den "einzigartigen Pokalsieg" und einen "besonderen Moment", der immer noch "schwer zu begreifen" sei. Und er schob nach: "Ich hoffe, dass der Erfolg der Startschuss für weitere gute Jahre ist."

Gute Nachrichten aus der IGR gibt es tatsächlich. Zum Beispiel, dass . . .

. . . Thomas Ullrich, Bundesliga-Schiedsrichter der IGR, vom europäischen Verband CERH für die 52. Senioren-Europameisterschaft (10. bis 16. Juli in Portugal) als Schiedsrichter aufgrund seiner herausragenden Leistungen in den vergangenen Jahren bei internationalen Spielen nominiert wurde. In Portugal wird auch sein Vater Bernd Ullrich Teil der deutschen Delegation sein.

. . . die Bundestrainer Jordi Molet und Dr. Nicole Paczia den vorläufigen 15-köpfigen Kader für die U 20-Europameisterschaft (24. bis 29. Oktober in der Schweiz) bekannt gegeben haben. Im Aufgebot stehen mit Daniel Strieder, Jonas Langenohl und Joshua Dutt auch drei Remscheider.

. . . die U 17-Mädchen der IGR am Wochenende in Hamm-Herringen um Deutsche Meisterschaft spielen und wieder eine Medaille anpeilen. Im letzten Jahr wurde das Team von Trainer Markus Feldhoff und Co-Trainerin Julia Krause Dritter.

Quelle: RP
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