| 00.00 Uhr

Handball
Ein Derby mit Interimscoach in fremder Halle

Handball: Ein Derby mit Interimscoach in fremder Halle
Hans-Jörg Müller steht beim Nachbarschaftsduell in Remscheid nach überstandener Verletzung wieder im Aufgebot des HC Wermelskirchen. FOTO: Hertgen
Remscheid. Handball-Landesliga: HGR II gegen HCW in Lüttringhausen ist ein Fall für Frühaufsteher. ATV muss lange auf Schmidt verzichten. Von Lars Fassbender, Niklas Frielingsdorf und Frank Lorenzet

HSG Radevormwald/Herbeck - Vohwinkeler STV - Mit drei Siegen zum Saisonauftakt ist der Vohwinkeler STV perfekt in die Saison gestartet. Das hat auch HSG-Trainer Markus Eigenbrod beobachtet und warnt vor dem starken Aufsteiger: "Die Ergebnisse sprechen für sich. Der Gegner wird uns alles abverlangen." Dabei werden die Bergstädter das Hauptaugenmerk wieder auf ihre Abwehrarbeit legen und mit dem Sieg unter der Woche im Pokalspiel gegen die DJK Unitas Haan (25:24) mit Selbstvertrauen in die Partie gehen. "In den letzten Spielen haben wir nie mehr als 24 Tore kassiert. Sollte uns das gegen Vohwinkel gelingen, haben wir gute Siegchancen", möchte Eigenbrod mit seinem Team auch nach der kurzen Herbstpause mit einem Erfolgserlebnis starten. Tim Festtag und Dennis "Kiki" Kirschsieper wurden unter der Woche geschont, werden aber beide im Kader der HSG sein.

Samstag, 18 Uhr, Gymnasium.

HG Remscheid II - HC Wermelskirchen - "Wir lieben Derbys", betonte HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo in den letzten Jahren immer wieder. Ein Nachbarschaftsduell am Sonntagmorgen noch vor 10 Uhr anzupfeifen, ist aber sowohl für den HC Wermelskirchen als auch für die Reserve der HG Remscheid mehr als ungewohnt. Grund für die frühe Anwurfzeit ist das Fechtturnier des Remscheider SV in der Sporthalle Neuenkamp. Ebenso ungewohnt sind die Vorzeichen für beide Mannschaften, die sich in den letzten Jahren stets auf Augenhöhe begegneten. Während die Gäste mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze halten würden, warten die Remscheider nach drei Spielen immer noch auf den ersten Saisonsieg und auf einen neuen Trainer. "Aufgrund der Tabellensituation ist der HCW Favorit. In einem Derby ist aber immer Vieles möglich", weiß HGR-Interimsbetreuer Thomas Holz, der zusammen mit Detlef Randzio, dem Co-Trainer der ersten Mannschaft, vorübergehend das Coaching übernehmen wird: "Unter der Woche trainieren beide Teams zusammen. So kann die Zweite auch auf Verbandsliganiveau arbeiten. Die Jungs sind nach der Trennung vom Trainergespann Lichius/Schwirblat in der Bringschuld." Bis auf Fabian Flüß sind die Remscheider komplett. Bis spätestens Weihnachten soll auch ein neuer Trainer gefunden sein. Für den HC Wermelskirchen könnte nach überstandener Verletzung Hans-Jörg Müller sein Saisondebüt geben. "Er ist wieder fit und vom Einsatz her immer ein Vorbild", freut sich Rezaloo über Müllers Genesung und weiß, dass "ein Derby nur über den Kampf und die Einstellung gewonnen werden kann".

Sonntag, 9.45 Uhr, Klausener Straße.

ATV Hückeswagen - TSV Aufderhöhe II - "Wir hoffen, dass wir an die Leistungen der ersten drei Spiele vor der Spielpause anknüpfen können", sagt ATV-Trainer Sebastian Mettler vor dem Duell mit den Klingenstädtern, gegen die es in der Vergangenheit "immer enge Spiele auf Augenhöhe" gab. Um den vierten Sieg im vierten Saisonauftritt einzufahren, dürften sich seine Schützlinge nicht den Schneid abkaufen lassen, "zudem müssen wir im Angriff die Ruhe behalten und in der Defensive kompakt stehen". Bitter: Während der Spielpause zog sich Sascha Schmidt eine schwere Schulterverletzung zu, bei der Bänder und Knorpel in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dafür werden Till Sperling, Lars Frischmuth sowie Jens Wienert wieder zum ATV- Kader gehören.

Sonntag, 17.15 Uhr, Brunsbachtal.

Bergische Panther II - Haaner TV - "Wir brauchen die ersten Punkte, alles andere ist egal." Panther-Spielertrainer Sendi Cestnik legt am Wochenende keinen gesteigerten Wert auf Schönspielerei, wenn seine Mannschaft auf den HTV trifft. Nach drei Spieltagen ist die Lage mit 0:6 Punkten für die Raubtiere unangenehm, aber nicht unbekannt. Bereits in der vergangenen Saison erlaubten sich die Gastgeber diesen Fehlstart. Zum Schluss landete das Team aber noch auf einem ausgezeichneten fünften Tabellenrang. Das Potenzial, um diese Leistung zu wiederholen, hat die Mannschaft in jedem Fall. Alleine die nötige Einstellung und den Kampfgeist ließen die Panther in den bisher absolvierten Spielen vermissen. Cestnik: "Haan besitzt zwar keine Übermannschaft, ist aber ein solider Aufsteiger, der halbherzig von uns nicht zu besiegen ist."

Samstag, 16.30 Uhr, Schulberg, Burscheid.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Handball: Ein Derby mit Interimscoach in fremder Halle


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.