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Ein perfekter Tag für die Fritzsches

Motorsport: Ein perfekter Tag für die Fritzsches
Drei Runden vor dem Rennende fuhr Jürgen Fritzsche den Opel Astra an die Spitze und gab die Führung nicht mehr her. FOTO: Jör Ufer
Remscheid. Beim sechsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf Nürburgring feiern die Hückeswagener den dritten Sieg. Von Jörg Ufer

Mit ihrem dritten Saisonsieg untermauerten die Hückeswagener Zwillinge Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche beim sechsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nachhaltig ihre Titelambitionen im Opel Astra-Markenpokal. Während Niklas Steinhaus und das Team "race&event" aus Radevormwald jeweils Vierter wurden, kam Mike Stursberg nach einem Unfall seines Teamkollegen Uwe Alzen nicht zum Fahren.

Nach rundenlangen Duellen im Abstand von wenigen Sekunden wurde der Sieg im Astra-Cup erst in der Schlussphase des Vier-Stunden-Rennens entschieden. Das glücklichere Händchen hatten an diesem sonnigen Samstag die Routiniers und Tabellenführer. Der vom Team Ti-Tarvike Racing eingesetzte Astra der Hückeswagener Zwillinge und ihres finnischen Teamkollegen Hannu Luostarinen wurde schließlich mit 6,2 Sekunden Vorsprung als Sieger abgewinkt.

Lange Zeit hatte es nicht nach einem Sieg für die Altmeister ausgesehen. In der Anfangsphase des Rennens rangierte das Trio nur zwischen Rang drei und fünf und verlor viel Zeit durch Positionskämpfe, während sich an der Spitze Hüppi/Schula sowie Strycek/Oestreich absetzen konnten. "Uns war klar, dass es nicht leicht werden würde", sagte Heinz-Otto Fritzsche nach dem Rennen. "Der Schlüssel zum Erfolg war heute unsere Taktik. Für den letzten Turn hatten wir noch einen frischen Satz Reifen, und damit konnten wir voll auf Angriff fahren." Drei Runden vor Schluss übernahm Bruder Jürgen schließlich die Führung und kontrollierte von da an das Geschehen.

Der dritte Saisonsieg war für Heinz-Otto Fritzsche gleichzeitig der 80. Klassensieg in der VLN. Damit fehlen dem Routinier, der mit fünf Meistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten in der Serie gehört, nur noch zwei Klassensiege, um diese Wertung anzuführen. "So lange ich noch Rennen fahre, ist mir die Statistik egal", sagte er, fügte aber mit einem Schmunzeln hinzu: "Aber wenn ich den Helm an den berühmten Nagel hänge, dann will ich schon gerne vorne stehen."

Berechtigte Hoffnungen durften sich der Wermelskirchener Mike Stursberg und seine Teamkollegen Marco Holzer (Österreich) und Uwe Alzen (Betzdorf) am Steuer des Haribo-Mercedes SLS AMG machen. Alzen hatte im Qualifying die zweitbeste Zeit im Feld der 153 Starter markiert und konnte nach dem Start bereits in der zweiten Kurve die Führung übernehmen. Doch nach nicht einmal vier Kilometern war das Rennen zu Ende, als Alzen in die Leitplanken krachte.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm lenkten Niklas Steinhaus (Wermelskirchen), Christopher Rink (Frankfurt) und Danny Brink (Kühlsheim) den Adrenalin-BMW 325i auf Rang vier von zehn Startern. Ein möglicher Podiumsrang ging im Mittelstint verloren. "Die Reifen bauten stark ab, somit kämpften wir mit stumpfen Waffen", sagte der ACBL-Pilot. Ebenfalls auf Rang vier, allerdings bei 16 Startern, kam das Team "race&event". Heinz Schmersal (Wuppertal), Thomas Schmid (Willich) und Tim Scheerbarth (Dormagen) kamen mit dem Porsche 911 GT3-Cup MR zudem auf den 16. Gesamtrang. In zwei Wochen steht mit dem 6h-Rennen der Saisonhöhepunkt der Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm.

Quelle: RP
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