| 00.00 Uhr

Reitsport
Engländer gewinnt den Großen Preis

Reitsport: Engländer gewinnt den Großen Preis
Elliot Gordon und sein Schimmel Dassino boten beim Großen Preis von Remscheid eine fehlerfreie Leistung und gewannen verdient (großes Bild). Olympiasieger Lars Nieberg mit Sohn Gerrit (kleines Bild) beim Begutachten des Parcours. Die für Dhünn startende Louisa Müller drang auf Viter bis in die Siegerrunde vor. FOTO: Hertgen
Remscheid. Reiten: Elliot Gordon setzt sich beim abschließenden S**-Springen mit Siegerrunde auch gegen Olympiasieger Nieberg durch. Von Henning Schlüter

Atlanta, Sydney, Rom - kreuz und quer ist Lars Nieberg mit seinen Pferden schon durch die Welt gejettet. Im Bergischen Land kannte der Genießer bisher vor allem das Restaurant "Landhaus Spatzenhof" in Wermelskirchen. Jetzt kennt er auch den Buscher Hof in Lüttringhausen. Die "Remscheider Reitertage" seien "ein schönes Turnier", fand der Olympiasieger von 1996, der Betriebsleiter bei Hendrik Snoek auf Gut Berl im Münsterland ist. Er fand es sogar so schön, dass er gleich von Donnerstag bis gestern Stammgast und Favorit auf den Preis "häufigster Starter" beim gastgebenden VRuF Remscheid war.

Nachdem er zuvor mit unterschiedlichen Pferden bei diversen Prüfungen erfolgreich war, blieb Nieberg gestern der Sieg beim abschließenden Höhepunkt versagt. Im Springen der Klasse S** mit Siegerrunde belegte er auf Chactus "nur" Rang vier. In der Siegerrunde der besten fünf Reiter des ersten Durchgangs hatte Nieberg einen Abwurf und belegte "nur" den vierten Rang. Den Sieg musste er dem Engländer Elliot Gordon überlassen. Zwei fehlerfreie Runden auf Dassino bescherten dem für den RV Erlenstall startenden Briten den Sieg. "Ich war zum ersten Mal hier. Die Bedingungen waren gut, der Veranstalter hat alles richtig gemacht. Ich komme im nächsten Jahr wieder", versprach er in akzentfreiem Deutsch.

FOTO: Hertgen, Nico (hn-)

Mit einer tollen darbietung krönte Louisa Müller vom RFV Dhünn ihre insgesamt starke Turnierleistung gestern beim S**-Springen. Lange sah es in der Siegerrunde nach einem weiteren eleganten Null-Fehler-Ritt auf Viter aus. Doch nach dem ersten Abwurf war die Konzentration bei Pferd und Reiterin weg, drei Abwürfe bescherten ihr den fünften Rang - direkt hinter Lars Nieberg. Lokalmatadorin Felicitas Erfurt, die für Volmarstein startete, verpasste dagegen auf Corradino und Quintia die Siegerrunde.

"Wir sind alle glücklich mit dem Turnier", bilanzierte der VRuF-Vorsitzende Axel Fromm. Auch den Regen am Freitag und gestern nahm er nicht tragisch: "Da haben wir schon Schlimmeres erlebt." Sein Dank ging an alle Helfer, aber auch an die zahlreichen Starter: "Wir haben wahrscheinlich noch nie ein qualitativ so gutes Teilnehmerfeld gehabt." Auch die Mannschaftswettbewerbe erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. "Das ist ein Wink für die Zukunft", fand Fromm. Besonders stolz war er darauf, permanent einen Notarzt auf der Anlage gehabt zu haben: "Das ist nicht preiswert, in meinen Augen aber aus Sicherheitsgründen absolut notwendig."

FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Reitsport: Engländer gewinnt den Großen Preis


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.