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Volleyball
Ex-Bundestrainer begeistert

Auch bei Hee Wan Lee fand die Westdeutsche Volleyball-Meisterschaft der A-Jugend in Neuenkamp großen Anklang. Die gastgebende Spielgemeinschaft überzeugte mit Rang acht, der Sieg ging an Union Lüdinghausen. Von Jan Dobrick

Gebannt saß Hee Wan Lee auf der voll besetzten Tribüne der Halle Neuenkamp und verfolgte die Spiele. Aus "persönlichem Interesse" hatte der ehemalige Bundestrainer der Volleyball-Damen den Weg zu der Westdeutschen Volleyball-Meisterschaft der weiblichen A-Jugend gefunden, die erstmals in Remscheid stattfand. Und: der Koreaner war begeistert: "Die Atmosphäre war schön, auch die sportlichen Leistungen haben mich überzeugt", erklärte Lee, der dem TSV Bayer 04 Leverkusen die Daumen drückte – allerdings ohne Erfolg.

Die Leverkusenerinnen verloren das Finale knapp mit 1:2 gegen den SC Union 08 Lüdinghausen, an dem auch die gastgebende Spielgemeinschaft aus Remscheider TV/ DT Ronsdorf im Viertelfinale mit 0:2 gescheitert war. Im Gegensatz zu dem Werksteam waren die Bergischen aber keinesfalls enttäuscht über das Ergebnis: "Wir wollten keine Geschenke verteilen und haben das auch nicht gemacht", freute sich Trainer Klaus Triesch über einen achtbaren achten Platz seiner Schützlinge. Die waren zwar mit einer 0:2-Niederlage gegen die SG "Friedrich der Große" Herne ins Turnier gestartet, qualifizierten sich aber mit einem 2:1-Sieg über den Erkelenzer VV für die Zwischenrunde, in der sie am späteren Westdeutschen Meister scheiterten.

Hervorragendes Ergebnis

Rebecca Frewell, die zusammen mit Triesch das Team betreut, konnte die Niederlage verschmerzen: "Wir haben ein tolles Turnier gespielt und ein hervorragendes Ergebnis erzielt", schwärmte die Trainerin, die mit ihrer Mannschaft vier Teams hinter sich ließ. Dabei war die SG eigentlich "nur" als Ausrichter qualifiziert, nachdem sie die sportliche Qualifkation verpasst hatte. "Dass wir sportlich trotzdem dazugehörten, hat das Ergebnis gezeigt", war Triesch zufrieden.

Den einzigen Grund missgestimmt zu sein hatte SG-Mittelblockerin Caroline Kißling, die sich im Spiel gegen Lüdinghausen den linken Zeigefinger brach, zunächst weiterspielte und am Ende im Krankenhaus behandelt werden musste. Pünktlich zum Finale saß Kißling jedoch mit eingegipster Hand hinter Hee Wan Lee auf der Tribüne und drückte zumindest im übertragenen Sinn beide Daumen für Bayer. "Schließlich haben mir die Lüdinghausenerinnen den Finger gebrochen", begründete sie ihre Entscheidung plausibel.

Einen zusätzlichen Anreiz, Leverkusen zu unterstützen, lieferte Jürgen Rothe. Der Manager der Leverkusener Volleyballerinnen lobte für "die reibungslose Organisation" und den "würdigen Rahmen" der Westdeutschen Meisterschaft Eintrittskarten für das letzte Heimspiel der Bayer-Damen am 11. April aus.

Quelle: RP
 
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