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Handball
Gerücht ist keines mehr: Die Panther wechseln ihren Dompteur aus

Remscheid. Handball-Oberliga: Boris Komuczki übernimmt künftig neben der A-Jugend die "Zweite". Der neue Trainer soll schon bald vorgestellt werden. Von Frank Lorenzet und Henning Schlüter

Das Gerücht verbreitete sich ziemlich überraschend und erwischte außerhalb des innersten Zirkels so manchem auch im eigenen Klub auf dem falschen Fuß: Am Wochenende wurde nicht nur über den sportlichen Ausgang des Spitzenspiels der Bergischen Panther in Langenfeld diskutiert. Auch um die Person von Trainer Boris Komuczki rankten sich plötzlich Gerüchte, mit denen Spieler und Verantwortliche von wildfremden Menschen beim Gipfeltreffen konfrontiert wurden.

Inzwischen hat sich das Gerücht zur Gewissheit gemausert: Komuczki, der gemeinsam mit Co-Trainer Marcel Mutz die Raubtiere in ruhiges Fahrwasser, an den Rand des Drittliga-Aufstiegs und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die neue Nordrheinliga geführt hat, wird in der kommenden Saison nicht mehr die Verantwortung für die erste Mannschaft haben. Das wurde am Dienstag auch der Mannschaft so mitgeteilt.

Komuczki soll sich künftig der Nachwuchsarbeit bei den Panthern widmen. Das bestätigte Panther-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Middendorf der BM auf Nachfrage. Wenn möglich, soll der Coach, mit dem eine Zusammenarbeit für die kommenden drei Jahre vereinbart wurde, seine männliche A-Jugend, die aktuell Platz drei in der Nordrheinliga belegt, in die Bundesliga führen. Parallel wird Komuczki die zweite Mannschaft von Sendi Cestnik übernehmen. Cestnik betreut seit über zehn Jahren das Landesliga-Team. Mit Komuczki soll dem Nachwuchs der Sprung in den Seniorenbereich erleichtert werden. Am besten in der Verbandsliga.

"Extern mag die Entwicklung überraschend gewesen sein. Intern haben wir schon länger daran gearbeitet", sagt Middendorf, der betont, das Stühlerücken sei eng mit Komuczki abgestimmt worden. "Sonst wäre er bestimmt nicht eine langfristige Zusammenarbeit mit uns eingegangen."

Ziel der Trainerwechsel sei gewesen, die Panther-Talentschmiede nicht zum Ausbildungsbetrieb für andere Klubs zu machen. Middendorf: "Wenn man beispielsweise sieht, wer am Samstag alles für Langenfeld gespielt hat und aus Hilgen oder Burscheid stammt, kann man ins Grübeln kommen." Nun sollen die zahlreichen Talente in den eigenen Reihen gehalten und gefördert werden. "Dafür gibt es keinen Besseren als Boris", findet Middendorf.

Noch hüllen sich die Panther in Schweigen, was den Namen des Nachfolgers von Komuczki bei den ersten Herren betrifft. Das soll erst in den nächsten Tagen öffentlich werden. Allerdings schießen die Spekulationen über potenzielle Kandidaten (von Khalid Khan bis Rainer Hantusch) bereits ins Kraut - unabhängig vom tatsächlichen Nährwert, den Middendorf bei den beiden genannten Namen übrigens "gleich Null" bezeichnet. Aber da ist ja auch noch Marcel Mutz, der erfolgreich mit Komuczki zusammengearbeitet hat. Auf die Frage, ob er der neue Trainer werden könnte, sagte Mutz: "Dazu äußere ich mich nicht. Ich konzentriere mich lieber aufs nächste Spiel in Essen."

Nicht in die Karten schauen lassen sich die Panther auch bei Spieler-Neuzugängen abseits der feststehenden Philipp Hinkelmann (Eintracht Hagen) und Christoph Hindrichs (Bergischer HC II). Immerhin: Dass Matthias Aschenbroich (ebenfalls Eintracht Hagen) ein Kandidat sein könnte, wollte Middendorf gestern weder bestätigen, noch dementieren.

Quelle: RP
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