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Judo
Gina Alcamo im DM-Halbfinale

Remscheid. Bei den nationalen Titelkämpfen der U21 in Frankfurt/Oder zeigt das Talent des JCW eine starke Leistung. Von Gerhard Pick

Eigentlich rückt Gina Alcamo erst im kommenden Jahr offiziell in die Altersklasse U21 auf. Am Wochenende profitierte die Wermelskirchenerin allerdings vom Doppelstartrecht für den ältesten Jahrgang der U18, der auch einen Start bei der U21 zulässt. Entsprechend entspannt reiste die Kämpferin des JC Wermelskirchen nach Frankfurt/Oder, wo die Deutschen Einzelmeisterschaften der U21 stattfanden. Das ehrgeizige Nachwuchstalent, das von ihrer Trainingskollegin Julia Preyer und JCW-Trainerin Katrin Borchardt begleitet wurde, hatte sich zumindest einen Sieg auf nationaler Ebene vorgenommen, zumal sie vor einer Woche in Herne bei den Titelkämpfen der U18 einen schlechten Tag erwischte und sieglos die Segel streichen musste. Dass sie in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm allerdings bis ins Halbfinale vordringen würde, damit hatte niemand gerechnet.

In Frankfurt/Oder startete Alcamo mit einem Freilos, gewann in der zweiten Runde gegen Michelle Popitschko aus Bayern nach Rückstand durch einen Konter und entschied auch das Viertelfinale gegen Julia Kramer durch einen Haltegriff für sich. Damit hatte Alcamo das Halbfinale erreicht. Dort erwies sich Lokalmatadorin Johanna Blietz jedoch als eine Nummer zu groß, so dass sich Alcamo im Kampf um Bronze wiederfand. Hier traf sie auf die aktuelle deutsche U18-Meisterin Marlene Galandi aus Potsdam. Die Wermelskirchenerin zeigte, wie nah sie an der nationalen Spitze ist. Immer wieder brachte sie die Kontrahentin mit eigenen Ansätzen ins Straucheln. Nach drei Viertel der Kampfzeit nutzte die Potsdamerin jedoch eine Bodensituation und zwang das JCW-Talent zur Aufgabe.

Die Enttäuschung über den verlorenen Kampf wurde schnell von der Gewissheit verdrängt, mit dem fünften Rang ein tolles Ergebnis erreicht zu haben.

Unterwegs waren auch die U15-Judoka des JCW. Bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft der U15 in Dormagen gab es für den Wermelskirchener Nachwuchs einmal Bronze und zwei fünfte Plätze. Für den gelungenen Auftakt sorgte Till Scheida, der als jüngster Teilnehmer in der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm bei seinem Meisterschaftsdebüt direkt auf dem dritten Platz landete. Die anderen JCW-Judoka verpassten den Platz auf dem Treppchen zum Teil nur knapp. Leon Sandler (bis 55 Kilogramm) erwischte einen schlechten Start. Nach einer Auftaktniederlage erreichte er mit drei Siegen in der Trostrunde das kleine Finale, welches er allerdings verlor und Fünfter wurde. Amelie Schumacher, die überraschende in die Gewichtsklasse über 63 Kilogramm gewechselt war, erreichte durch vorzeitige Siege in der Trostrunde das kleine Finale. Sie verlor und landete am Ende ebenfalls auf Platz fünf.

Mit von der Partie waren zudem Laura Lenz (bis 44 kg), die in der Trostrunde scheiterte, sowie Felica Scheida und Hanna Kalff (beide bis 34 kg). Kalff wurde in ihrem ersten U15-Jahr Siebte, Scheida landete auf Rang neun.

Quelle: RP
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