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Aus Den Vereinen
Handlampen für den Notfall?

Remscheid. Handball: Weil in der Halle der Sophie-Scholl-Gesamtschule die Notbeleuchtung fehlt, dürfen Meisterschaftsspiele dort nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Von Gerhard Pick

"Das geht überhaupt nicht", machte Sportbund-Chef Reinhard Ulbrich seinem Ärger Luft, als ihn Anfang dieser Woche der "Notruf" einiger Handballer erreichte. Die fürchten nämlich um ihre Meisterschaftsspiele in der Sporthalle der Remscheider Sophie-Scholl-Gesamtschule. Dort fehlt eine geforderte Sicherheitsbeleuchtung, heißt es in einer E-Mail des Sportamts an Peter Lohse, den Hallenkoordinator des Bergischen Handballkreises für das Stadtgebiet Remscheid. Das hat Konsequenzen: "Sollte Publikum bei den sportlichen Aktivitäten zuschauen wollen, ist dies untersagt. Daher können die Meisterschaftsspiele für Handball in dieser Sporthalle nur noch ohne Publikum durchgeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, sind die Spiele in eine andere Halle zu verlegen", heißt es in dem Schreiben vom Amt.

Rumms. Eine Formulierung, die die betroffenen Vereine (vor allem Remscheider TV und HG Remscheid) auf die Barrikaden brachte, zumal auch eine Übergangslösung stillschweigender Duldung des bisherigen Zustands abgelehnt wurde. Betroffen ist vor allem der Remscheider TV, der seine Handball-Heimspiele seit Jahren in der Dreifachhalle der Sophie-Scholl-Gesamtschule austrägt und sehr ambitioniert in die kommende Saison starten will. Etwa 60 Spiele seien davon betroffen, nennt Daniela Gradante, RTV-Vorstand Sport, die Größenordnung. Vom Ausweichen in eine andere Halle hält sie überhaupt nichts, weil das bei der angespannten Hallensituation wohl auch kaum geht.

Thomas Holz, der scheidende Vorsitzende der HG Remscheid, schüttelt auch nur mit dem Kopf: "Für mich ist das eine Lachnummer." In der Halle gebe es ohnehin keine Tribüne im eigentlichen Sinn, sondern einen Gang, der auch zu den Kabinen führt. Für ausreichend Licht sei durch die Verglasung auch bei einem Stromausfall gesorgt.

Die Aussichten sind also scheinbar düster, aber womöglich zeichnet sich Licht am Horizont ab. Am Mittwoch habe eine Sachverständigen-Prüfung vor Ort bestätigt, dass keine Notbeleuchtung vorhanden sei. Die sei seit 2012 Pflicht - und deshalb seien etliche Hallen auch schon nachgerüstet worden, erklärte Thomas Judt, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement Stadt Remscheid, gegenüber der Morgenpost. Die für nächstes Jahr geplante Ausrüstung der Halle werde nun in die nächsten Herbstferien vorgezogen. Bis dahin werde man mit Kompensationsmaßnahmen die wenigen betroffenen Meisterschaftsspiele zu retten suchen, die von der Teilsperrung betroffen sind.

Als Übergangslösung, findet Judt, könnten zum Beispiel Personen mit Handlampen ausgerüstet werden, die im Notfall bei Ausfall der normalen Beleuchtung die Rettungswege erhellen sollen.

Quelle: RP
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